03.02.2018, 15:58 Uhr

Tulln trauert um Susi Schimek

Kultur war ihr ein Anliegen: Susanne Schimek im Schiele-Geburtshaus bei einem Termin mit den Bezirksblättern Tulln. (Foto: Tulln)

Ehemalige VP-Vizebürgermeisterin verstorben.

TULLN. Die Kunst, die Kultur und die Kinder sind Susanne Schimek immer am Herzen gelegen, das soziale Miteinander hat sie gefördert und sie hat Pionierarbeit für die Stadt Tulln geleistet – jetzt trauert ganz Tulln um Schimek, die gestern, 2.2.2018, im 73. Lebensjahr überraschend verstorben ist.
Im Dezember 2015 wurde sie für ihr Engagement von Bürgermeister Peter Eisenschenk mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt Tulln ausgezeichnet. "Sie hat unseren Blick auf Dinge gelenkt, die gestern kaum noch möglich waren und sich morgen bereits wieder verändern. Sie hat einfach extrem gute Arbeit geleistet und dafür gebührt ihr unser größter Dank", führte der Stadtchef damals im Rahmen der Feierlichkeit aus.

Zwanzig Jahre im Gemeinderat

Schimek wurde am 29. August 1945 in Hallein geboren, studierte Germanistik und Slawistik Lehramt, unterrichtete bis 2005 an der HAK/HAS Tulln. Zwanzig Jahre war Schimek im Gemeinderat, von 2010 bis 2015 war sie Vizebürgermeisterin, zudem hat sie bei der Aktion "Essen auf Rädern" mitgearbeitet, und sie war ehrenamtliche Leiterin der Volkshochschule Tulln. Sie hat Pionierarbeit in der Jugendarbeit geleistet, 2004 hat sie den Verein "EXIT-Jugendberatung" gegründet, den sie als geschäftsführende Obfrau geleitet hat.

Fleiß und Engagement

"Susanne Schimek war enorm fleißig und zeigte ein extrem großes Engagement. Wenn man so jemand im Team hat, ist das eine extreme Bereicherung", sagt Bürgermeister Peter Eisenschenk gegenüber den Tullner Bezirksblättern. Sie habe die ihr übertragenen Aufgaben mit vollem Einsatz verfolgt und "vieles, was wir heute in Tulln sehen, ist auf sie zurückzuführen, etwa der Verein EXIT. Auch im Schulbereich hat sie sich eingebracht, ebenso wie für die Fachhochschule. So hat sie sich für die Ferien- und Nachmittagsbetreuung stark gemacht, unzählige Arbeitsstunden ehrenamtlich gearbeitet, etwa auch als Vertreterin der Stadtgemeinde im Verband Region Wagram sowie der Flüchtlingsbetreuung, wo sie Deutschkurse für Asylwerber organisiert hat.

Zur Person:
Susanne Schimek hat während ihrer Zeit im Gemeinderat unter anderem folgende Projekte vorangetrieben und umgesetzt:
> Neu- und Zubauten bei den Kindergärten I, III, Neuaigen, Langenlebarn
> Schulzu- und Neubauten: Volksschule 1 u. 2, Handelsakademie/Handelsschule
> Nachmittags- und Ferienbetreuung in den Volksschulen
> Gründung des Jugendtreffs „Living Room“ im alten Widhof
> Adaptierung der Bezirksstelle des Roten Kreuzes für Jugendzentrum
> Umfangreiches Kulturprogramm – z. B. Ausstellungen „Kunst im Tullner Raum“,
Integrationsveranstaltungen wie z.B. „Tullner Frauen aus aller Welt“, BandBoost.

21.11.2011: Abschlussveranstaltung von ZusammenReden
15.5.2012: Ministerin darf Langform der AHS nicht zu Tode sparen
13.6.2012: Aus zwei mach vier: Schiele wächst weiter
10.1.2014: Kamptal-Wagram: 480 Leader-Projekte verwirklicht
6.4.2014: Erfolg für Lange Nacht der Forschung
8.7.2014:Verein EXIT präsentiert Gemma Streetwork
12.11.2014: Besuch in der "Bärchen-Gruppe"
18.12.2015: Ehrung für Schimek



0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.