20.11.2016, 18:28 Uhr

Umweltpreis: Großes Engagement der Pfarren

Pfarrer Anton Aichinger, Fr. Beate Figl, Fr. Anna Eisner Bischof Klaus Küng, LR Dr. Stephan Pernkopf, Hr. Leopold Leinfellner, Hr Franz Vojtech, Präsident Armin Haiderer, Umweltreferent Axel Isenbart (Foto: NLK Reinberger)

Landesrat Pernkopf: Bewahrung der Schöpfung ist unser Auftrag

LANGENROHR / NÖ (red). Niederösterreichs Pfarren passen auf unsere Schöpfung auf – und das mit riesigem Engagement. Das wurde bei der 6. Diözesanen Umweltpreisverleihung im NÖ-Landhaus in St. Pölten wieder bewusst. Die Pfarren Langenrohr (Bezirk Tulln), Niedernondorf (Bezirk Zwettl), Pöchlarn (Bezirk Melk), Kritzendorf (Gemeinde Klosterneuburg) und Stockerau sowie die evangelische Pfarre Amstetten-Waidhofen an der Ybbs überzeugten die Jury in den verschiedenen Kategorien am meisten. Hinter dem Preis stehen die Katholische Aktion der Diözese St. Pölten, die Erzdiözese Wien, die Evangelische Kirche Niederösterreich und das Land Niederösterreich.

Beteiligung an Förderaktion

„Es freut mich besonders, dass das Land Niederösterreich bereits zum 6. Mal den Diözesanen Umweltpreis unterstützen kann, denn die Bewahrung der Schöpfung ist unser aller Auftrag. Darüber hinaus helfen wir den Pfarren seit 2014 beim Energiesparen. Bereits 70 Pfarren haben sich an der Förderaktion ‚Energie-Spar-Pfarre´ beteiligt, fast 400.000 Euro konnten dabei für Klimaschutzmaßnahmen vergeben werden“, so Umweltlandesrat Stephan Pernkopf.

Diensträder & Bio-Lebensmittel

„Handelt eine Pfarre umweltfreundlich, schärft das auch das Bewusstsein in der Bevölkerung. Und damit ist der Umweltpreis eine Gewinn für alle: für die Natur und für die ganze Gesellschaft“, würdigt Bischof Klaus Küng die vielen Initiativen der Pfarren sowie die Teilnahme an der Landesaktion „Wir RADLn in die Kirche“. Bischof Küng nimmt aber auch selbst das Heft in die Hand und so ist seit Kurzem die Diözese St. Pölten angehalten nach ökologischen und fairen Kriterien zu wirtschaften. Eine neue Leitlinie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sieht unter anderem die Umstellung auf Recycling-Papier, Fairtrade-Kaffee, Diensträder und Bio-Lebensmittel vor.

Verantwortungsvoller Umgang

„Die Schöpfungsverantwortung ist uns Christen in die Wiege gelegt. Das Wissen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt und der Natur haben wir – wir können das auch Tag für Tag beweisen. Auch schon bereits beim Einkaufen für unsere Pfarrfeste“, betonte Superintendent Lars Müller-Marienburg. Das sei kein Randthema, sondern zähle zu den zentralen Bereichen in der evangelischen Kirche. Wesentlich sei dabei, bei sich selbst zu beginnen.
Der Weihbischof Stephan Turnovszky nahm Bezug auf Papst Franziskus: „‘Die Sorge für das gemeinsame Haus‘ ist unser aller Auftrag, um mit den Worten von Papst Franziskus zu sprechen, der mit seiner zweiten Exzyklika ‚Laudato si’ Diözesen und Pfarren einen Weg gewiesen hat, um ihren Beitrag zu Bewahrung der Schöpfung zu leisten.“

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