27.11.2017, 12:48 Uhr

Gewalt gegen Frauen ist nicht zu tolerieren

Landtagsabgeordnete Doris Hahn zeigt sich aufgrund der vorliegenden Zahl an Wegweisungen besorgt. (Foto: SP NÖ)

Erschreckende Anzahl an Wegweisungen im Bezirk Tulln

BEZIRK TULLN / NÖ (pa). Im Bezirk Tulln gab es im Jahr 2016 insgesamt 91 Wegweisungen nach Übergriffen gegen Frauen. Diesen Frauen muss auch in unserem Bezirk geholfen werden. Hier braucht es eine verstärkte Unterstützung der misshandelten Frauen.
Die Hemmschwelle der Frauen ist derzeit noch viel zu groß ist, um häusliche Gewalt überhaupt zu melden. Die Gesamtzahl der von Gewalt betroffenen Frauen ist somit noch weit höher als jene 91 genannten. SPÖ-Landtagsabgeordnete Doris Hahn betont: „Aus Scham und Angst werden viele der Übergriffe überhaupt nicht angezeigt. Die Frauenhäuser sind oftmals ein allerletzter Ausweg, aber das nächstgelegene Frauenhaus ist erst in St. Pölten. In NÖ gibt es derzeit nur 6 dieser Einrichtungen. Viel zu wenig, um diesen misshandelten und verfolgten Frauen zu helfen.“

Worten sollen Taten folgen

Die Politik ist hier gefordert, sich nicht nur im Zeitraum der Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ (Anm.: Aktionszeitraum zwischen 25.11. bis 10.12.) dazu zu bekennen, den Frauen zu helfen, sondern Worten auch Taten folgen zu lassen.
„Gerade als Frauenvorsitzende der SPÖ im Bezirk ist es mir ein Anliegen, den Frauen wichtige Kontaktadressen bekanntzugeben. Denn Frauen sollen wissen, wo sie sich hinwenden können und dass sie nicht alleine sind“, sagt LAbg. Hahn.
Neben Frauenberatungsstellen und Opfer- und Kinderschutzgruppen in den NÖ Landeskliniken bieten die Frauenhelpline 0800 222 555 sowie die Webseite www.gewaltschutzzentrum-noe.at Beratung und Unterstützung.

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