16.11.2017, 06:50 Uhr

Paukenschlag: Bors nimmt Mandat nicht an

Der Tulner Freiheitliche Andreas Bors (li.) mit stramm erhobener Hand. (Foto: Bezirksblätter NÖ)

Tullner FP Bezirksparteiobmann Andreas Bors hätte heute von der FP NÖ in den Bundesrat entsandt werden sollen.

TULLN / Ö. Mit heutigem Beschluss (16.11.2017) der FPÖ NÖ hätte der Tullner Andreas Bors, Bezirksparteiobmann der Tullner FPÖ, in den Bundesrat entsandt werden sollen. Und zwar als Jüngster und als Nachfolger von Werner Herbert. Beschrieben wird Bors von der Landespartei als "talentierter, hoch motivierter und junger Mann".

"War Momentaufnahme, kein Hitlergruß"

Doch die Vergangenheit holt den Tullner ein, nämlich ein Foto von Bors das den Bezirksblättern NÖ zugespielt wurde, auf welchem er seine rechte Hand stramm in den Himmel hebt. Eine Pose, die man eher als "Hitlergruß" wahrnimmt. Gegenüber den Bezirksblättern erklärte er die Situation wie folgt: „Das ist nur eine Momentaufnahme, kein Hitlergruß. Das Foto ist alt und stammt von einer Silvesterfeier. Ich habe mehrere Zeugen, die bestätigen können, dass wir nur Rapid-Lieder gesungen haben. Mit Wiederbetätigung hat das nichts zu tun." Seine Ämter hat Bors damals ruhend gestellt, wegen Wiederbetätigung musste er sich im Jänner 2015 vor Gericht verantworten. Wie Staatsanwältin Michaela Obenaus vom St. Pöltner Landesgericht damals mitteilte, war "die Handlung bereits verjährt", das Verfahren wurde eingestellt, Bors nahm seine Ämter wieder auf.

"Unhaltbare Medienkampagne"

Bors nimmt sein Bundesratmandat nicht an, heißt es in einer Aussendung kurz vor Mitternacht. Der heute 28-Jährige sehe sich zu diesem Schritt "auf Grund einer unhaltbaren Medienkampagne mit dem Ziel, die laufenden Regierungsverhandlungen zwischen meiner Freiheitlichen Partei und der ÖVP zu stören, aber auch einen Erfolg der FPÖ bei den kommenden Landtagswahlen zu schmälern", veranlasst. Dennoch werde er, Bors, sich "weiter mit aller Kraft für die Belange, Sogen und Nöte der Tullner und meiner NÖ-Landsleute als FP-Bezirksparteiobmann einsetzen".


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Olli Testname aus Pongau | 16.11.2017 | 12:29   Melden
7
Jürgen Oberndorfer aus Tulln | 16.11.2017 | 22:47   Melden
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