17.11.2017, 15:38 Uhr

Goldreigen für Tangun Tulln in der Steiermark

Noah Morbitzer, Bernd Kiener, Julia Varivoda, Dietmar Brandl, Victoria Nagl, Alexcandra Gruber, Jason Morbitzer, Ferdinand Morbitzer, Johannes Lehner, Efe Kayhan, Anna Doschek, Miralem Zejcirovic, Julis Nagl-Hätinger, Suela Ibrahimi, Manuela Nagl-Hätinger, Chiara Zoccola, Anika Gruber, Magda Brandl, Salma Saidi, Ramazan Kayhan, Mohamed „Chilli“ Saidi, Anas Saidi, Nicolas Walzl, Maryam Adib-Shaybani, Dominik Schindl (Foto: Tangun Tulln)
TULLN (red). Am 4. November fanden in Vorau die steirischen Landesmeisterschaften statt. Geladen war auch der Tangun Tulln, der mit einem großen Team anreiste, und die Meisterschaft für eine Standortbestimmung nutzte. Neben den klassischen Disziplinen Formenlauf (Poomsae) und Vollkontaktkampf (Kyorugi) wurden auch Bewerbe im Bruchtest (Kyokpa) ausgetragen.


Bronze für Julia Varivoda

Den Beginn machten wie üblich die Poomsae-Bewerbe, wo der Tangun Tulln seine gewohnte Stärke unter Beweis stellen konnte. Jeder der Tullner konnte zumindest eine Medaille mit heim in die Rosenstadt bringen.
Den Anfang machte Julia Varivoda, die vor allem durch ihren selbstbewussten Auftritt auf der Matte überzeugen und daher insbesondere in der Präsentationswertung viele Punkte erzielen konnte. Leider schlichen sich technisch jedoch einige Fehler ein, sodass es nicht für ganz oben reichte, aber immerhin über Bronze durfte sich die Zwölfjährige freuen.
In derselben Klasse (Junioren weiblich) startete auch Chiara Zoccola, die nicht nur die Coaches überraschte, sondern auch bei den Kampfrichtern Eindruck hinterließ. Sie ließ mit präziser Technik all ihre Kontrahentinnen hinter sich und durfte sich somit die Goldene um den Hals hängen lassen. Die beiden traten außerdem im Paarbewerb an, wo es neben der richtigen technischen Ausführung auch darum geht, größtmögliche Synchronität der Bewegungsabläufe zu erreichen. Dabei ließen beide keine Zweifel aufkommen, welches Paar als Sieger von der Matte gehen würde: eine weitere Goldene für den Tangun Tulln!
Schlussendlich nutze das gemeinsame Training noch ein weiteres Mal. Gemeinsam mit Anna Doschek, die im Einzelbewerb schon den starken zweiten Rang erreichte, gingen die beiden im Teambewerb an den Start, wo erneut Gold winkte.

Schüler-Klasse stark besetzt

In der stark besetzten Schüler-Klasse waren Anika Gruber, Julia Nagl-Hätinger und Salma Saidi für den Tangun Tulln im Einsatz. Obwohl es für erstere nicht fürs Podium reichte, war der Start dennoch ein großer Erfolg: Nicht nur, dass die Achtjährige wieder wertvolle Mattenerfahrung sammeln konnte, sie belegte insgesamt den starken fünften Platz. Für die schon erfahreneren anderen beiden ging es schlussendlich sogar ums Stockerl: Zwar kamen sie nicht ganz an die Leistung der später Erstplatzierten heran, aber durch ihren Einsatz gelang es, die Plätze zwei und drei für Tulln zu sichern. Bronze für Julia Nagl-Hätinger, Silber für Salma Saidi. Im Paar-Bewerb lief es für letztgenannte wieder gut. Sie musste sich mit ihrer Partnerin Manuela Nagl-Hätinger nur einem anderen Paar geschlagen geben und konnte somit die zweite Silbermedaille an diesem Tag erzielen. Die Trauer über den nicht erreichten ersten Platz hielt sich aber in Grenzen, denn diesen belegte wiederum ein Tullner Paar. Anika Gruber, im Einzel noch knapp an den Medaillenrängen vorbei geschrammt, belegte mit ihrem Trainingskollegen Miralem Zejcirovic, der schon im Einzel die oberste Podiumsstufe erreichen konnte, den ersten Platz und konnte sich somit über Gold freuen. Schließlich setzten sich im Dreier-Team-Bewerb auch Anika Gruber, Julia Nagl-Hätinger und Salma Saidi, diesmal alle im selben Team, durch und gewannen Gold.

Doppelgold im Poomsaebereich

Auch im Einsatz war die Mutter der Zwillinge Julia und Manuela, Victoria Nagl. Musste sie sich im Einzel noch einer Kontrahentin geschlagen geben, so erreichte sie im Mutter-Tochter-Gespann mit Julia im Paarlauf noch besser: Die beiden sorgten für eine weitere Goldmedaille für den Tangun Tulln. Bernd Kiener konnte sich schlussendlich drei Medaillen in den Poomsae-Bewerben sichern: Nicht nur, dass er im Paarbewerb mit Anna Doschek Silber erreichte, er gewann sowohl die Einzelkategorie als auch den Teambewerb zusammen mit Manuela Nagl-Hätinger und Miralem Zejcirovic überlegen und besserte die Bilanz des Tangun Tulln nochmals auf. Kurz vor Ende der Poomsae-Bewerbe ließen noch zwei Tullner aufhorchen. Sowohl Nicolas Walzl als auch Magda Brandl konnten in den Kadettenkategorien durch besonderen Einsatz und sehr genaue Technikausführung punkten. Beide gewannen klar und ließen so auch schon vor ihrem gemeinsamen Paar-Einsatz keine Zweifel am Gewinner dieser Kategorie aufkommen. Für beide gab es also Doppelgold im Poomsaebereich!

Höhe und Weite

Die Bruchtestbewerbe wurden in verschiedenen Kategorien ausgetragen. Im Speedbreak mussten drei unterschiedliche Techniken ausgeführt und dabei jeweils ein Brett zerschlagen werden, wobei dazwischen jeweils eine Strecke von 8-12 Metern zurückzulegen war. Dabei wurde die Zeit gestoppt und der schnellste Teilnehmer gewann. Auch diese Bewerbe waren großteils in Tullner Hand: Bei den Kindern männlich ging Bronze an Bernd Kiener, Gold erreichte Noah Morbitzer. Ihre Kolleginnen Julia Varivoda und Salma Saidi sorgten in der Gruppe Kinder weiblich überhaupt für die beiden obersten Stockerlplätze! Und auch bei den Erwachsenen konnte Nicolas Walzl in einer starken Gruppe von insgesamt fünf Kontrahenten das Podium erreichen: Silber für ihn und den Tangun Tulln.
Beim Akrobatik-Bewerb Höhe war das Ziel, ein – jede Runde höher gehaltenes – Brett zu zerschlagen, bis schlussendlich der letzte Übrigbleibende gewinnen würde. Mit dabei vom Tangun Tulln waren Mohamed Saidi und Ramazan Kayhan. Die Höhen von 1,80 und 1,90 Metern meisterten beide problemlos, dann aber musste sich Mohamed Saidi geschlagen geben. Er verpasste einen guten Absprung und war aufgrund der Einschränkung, dass es bloß einen Versuch gab, ausgeschieden. Dennoch konnte er mit den zuvor erzielten Höhen Bronze gewinnen. Bei 2,10 Metern dann sollte die Entscheidung über Gold fallen. Während sein Kontrahent seinen Versuch verpasste, machte Ramazan Kayhan alles richtig: Ein gelungener Absprung, eine fester Kick und ein präziser Treffer – Gold für ihn!
Schließlich gab es noch den Bewerb Akrobatik Weite, bei dem es wiederum im Ausscheidungs-Rundemodus darum ging, immer weiter entfernte Zielbretter zu zerschlagen. Hier konnte Mohamed Saidi mit seinem Kontrahenten bis zur Weite von 4 Metern mithalten, dann allerdings musste auch er sich geschlagen geben. Dennoch ließ er zwei Gegner hinter sich und gewann Silber.

16 Goldmedaillen an einem Tag

Den Abschluss des Turniertags bildeten die Kyorugi-Bewerbe. Auch hier konnte der Tullner Nachwuchs von sich überzeugen. Efe Kayhan und Bernd Kiener gingen in der Kadettenkategorie -57kg an den Start. Efe Kayhan schaffte den Einzug ins Halbfinale, musste sich dort aber dem späteren Finalgegner von Bernd Kiener geschlagen geben. Dort lieferte dessen Gegner jedoch eine unschöne Aktion: Nach einem unerlaubten Faustschlag zum Hals des jungen Tullners, dem zum Glück nichts passierte, entschloss sich der Kampfrichter, den Kampf abzubrechen und den Kontrahenten zu disqualifizieren. Ebenso in einer Kategorie traten Noah Morbitzer und Nicolas Walzl an, die beide starke Leistungen boten und somit auch beide das Podium erreichten. Zwar ging Gold an einen Kontrahenten, der beide besiegen konnte, dennoch waren Silber und Bronze in Tullner Hand. Auch die Schüler-Kategorien waren von Tullnern dominiert. Mit Silber für Johannes Leitner und Gold für Suela Ibrahimi durften sich zwei junge Rosenstädter über Edelmetall freuen. Außerdem erkämpften die Geschwister Anas und Salma Saidi in ihren Kategorien Silber beziehungsweise Gold, Manuela Nagl-Hätinger erreichte ebenso den zweiten Platz in ihrer Leistungsklasse wie Julia Varivoda. Besonders hervor stach Jason Morbitzer. Er erreichte die letzte von insgesamt 16 Goldmedaillen für den Tangun Tulln an diesem Tag!

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