07.07.2017, 13:04 Uhr

TAEKWONDO – 25 strahlende Prüflinge bei KUP-Prüfung

v.l.n.r. knieend: Felix-Paul Hofstadler, Jason Morbitzer, Valerio Zoccola, Anika Gruber, Johannes Lehner, Felicitas Suppinger v.l.n.r. stehend: Maxime Paunovic, Naomi Paunovic, Amelie Fink, Magda Brandl, Anna Doschek, Aykut Cabuk, Nicolas Walzl, Alen Hozanovic, Dragan Paunovic, Jovan Milosevic, Ramazan Kayhan, Anis Racic, Efe Kayhan, Victoria Nagl, Nehir Kayhan, Oliver Danek, Chiara Zoccola, GM Dietmar Brandl
Zum Abschluss des Trainingssemesters fand beim Tangun Tulln die traditionelle KUP-Prüfung (Graduierungsprüfung) statt. Bereits seit Anfang Mai hatten sich die Sportler teilweise in Spezialtrainings darauf vorbereitet.

Besonders die Neulinge, welche zum ersten Mal eine Gürtelprüfung absolvierten, taten sich mit sehr guten Leistungen hervor. Vor allem Felix-Paul Hofstadler und Felicitas Suppinger glänzten mit sehr hohen Kicktechniken.

Bei der Prüfung auf den 6. KUP konnte Efe Kayhan bei der Selbstverteidigung sowie bei den Kickkombinationen auf den Schlag Dummy „Mr. Bob“ überzeugen.

In den Bereich der Höhergraduierten stießen Anna Doschek und Bernd Kiener bei dieser Prüfung vor.
Beide legten die Prüfung auf den 4. KUP (Brauner Gürtel) ab.
Bernd punktete vor allem bei den Kombinationskicks an „Mr. Bob“ und durch einen einwandfreien Bruchtest mit dem Seitwerts kick Yop-Chagi.
Mit einer sehr guten Leistung zeigte Anna Doschek zum wiederholten Male auf. Nicht nur die Formen (Poomsae) waren sehr gut. Auch die anderen Teilbereiche des Taekwondo meisterte sie tadellos.
„Vor allem der Hanbon-Kyorugi, der vorgegebene Ein-Schritt-Kampf, bei dem es auf Distanz, Reaktionsschnelligkeit und korrekte Ausführung der Block und Kontertechniken ankommt, ist mir bei den Prüflingen sehr wichtig. Und Anna hat da eine fabelhafte Leistung hingelegt.“, äußert sich Prüfer und Vereinsobmann GM Dietmar Brandl.

Bei jeder TaeKwonDo Prüfung sind die fünf Teilbereiche der Kampfkunst gemäß der Prüfungsvorgaben zu absolvieren.
Beginnend mit der Grundtechnik (Kibon), die sowohl die richtigen Stellungen als auch die grundlegende Ausführung der Fuß-und Handtechniken vorgibt. Je höher hier der Sportler aufsteigt desto schwieriger wird einerseits die Technik, andererseits werden die Kombinationen der Stellungen und auszuführenden Techniken immer komplexer.
Der nächste Teilbereiche, die im Koreanischen als Hosinsul bezeichnete Selbstverteidigung, enthält in den Anfängergraden vor allem Roll- und Falltechniken und steigert sich dann vom vorgegebenen Einschritt Kampf (Hanbon-Kyorugi) bis hin zur Verteidigung gegen beispielswiese Würge- oder Waffenangriffe.
Wohl einer der konzentrations- und übungsintensivsten Teilbereiche ist die Poomsae, der Formenlauf! Mit jeder Graduierung werden die Komplexität und der vorgeschriebene Technikablauf der Formen gesteigert. Hinzu kommt, dass nicht nur die aktuelle Poomsae zu können ist, sondern auch alle bisher bereits gelernten Schülerformen überprüft werden können.
Ebenso steigert sich der Teilbereich Kyorugi – der freie Kampf. Beginnend mit 1:1 Sparring das bei den ersten Gürtelgraden noch ohne Kontakt erfolgt, wird je Gürtelgrad die Kampfzeit und auch der Kampfeinsatz bis hin zum 2 x 2 Minuten Vollkontaktkampf mit voller Schutzausrüstung geführt.
Krönender Abschluss ist dann der Bruchtest, koreanisch Kyokpa. Dieser wird erst ab der Prüfung zum 6. Kup schlagend. Dabei sind Holzbretter in der Größe 30 x 30 cm in verschiedenen stärken mit den vom Prüfer vorgegebenen Techniken zu brechen. Für Kinder ist die Brettstärke auf 1 cm limitiert. Ab ca. 11 Jahren bis hin zu den 17 Jährigen werden Bretter mit 2 cm Stärke verwendet. Bei den Erwachsenen sin d prinzipiell 3 cm vorgesehen, wobei bei Mehrfachbruchtests der Prüfer hier auch dünneres Material vorschreiben kann.

Besonders ins Schwitzen kamen dann die Prüflinge auf die Hohen Schülergrade. Magda Brandl und Oliver Danek bestanden mit gutem Ergebnis die Prüfung auf den 2. KUP – den Roten Gürtel und somit die letzte Schülerfarbe. Wie im TaeKwonDo üblich gibt es pro Gürtelfarbe zwei Prüfungen, sprich zwei KUPs. Und die Gürtelfarbe Rot ist die letzte Schülerfarbe vor der Meisterprüfung, dem Dan. Magda und Oliver mussten daher schon einiges an Konzentration, Kraft und Körperbeherrschung vorweisen, um die Prüfung zu bestehen.
Im Kyorugi dem Vollkontaktkampf ging es zwei Minuten heiß her.
Mit voller Schutzausrüstung, bestehend aus Tief, Schienbein und Unterarmschutz, sowie Schutzweste (Hogu) und Helm hatte jeder der beiden mindestens drei volle Trefferpunkte zu erreichen um die Prüfung zu bestehen.
Da beide aktive Formenläufer sind, meisterten sie diese Hürde natürlich mit Bravour.
Ebenso alle 12 Einschritt Kämpfe (Hanbon-Kyorugi) und auch die Befreiungsaktionen in der Selbstverteidigung.
Interessant wurde es beim Bruchtest. Beide hatten jeweils ein 2 cm Brett mit einer vorgegebenen Kicktechnik und ein weiteres mit der Handtechnik Sonal Bakkat Chigi, Handkantenschlag nach außen zu brechen. Sowohl Magda als auch Oliver bestanden diesen Prüfungsteil auf Anhieb.

Den Abschluss bildeten Maxime und Naomi Paunovic, Nicolas Walzl und Boban Pejcic. Diese vier machten sich daran, den letzten Schülergrad zu erreichen. Währen Maxime, Naomi und Nicolas zu den Junioren des Tangun Tulln zählen, gehört Boban Pejcic als Mittvierziger zu den aktivsten der Erwachsenengruppe. Er versäumt kaum ein Training und ist auch bei den Events des Tangun Tulln immer als verlässliche helfende Hand dabei.
„Boban hat mich auch diesmal mit seiner Leistung überzeugt und ich freue mich sehr ihm zur bestandenen letzten Schülergraduierung zu gratulieren. Einzig seine Nervosität beim Beginn der Prüfung muss er noch loswerden, denn sobald er die ersten Techniken gemacht hat ist er wieder in seinem Element und die Prüfung läuft. Auch diesmal hat er wieder gezeigt, dass man auch als Erwachsener im Kampfsport noch tolle Leistungen bringen kann. Seine Bruchtesttechniken gingen wie Butter durch die Bretter und vor allem bei der Sprungtechnik Modumbal-Ap-Chagi, einem Sprungkick, bei dem mit geschlossenen Beinen im Sprung nach vorne gekickt wird, waren phänomenal.
Begonnen hat Boban vor knapp vier Jahren, als einer seiner Söhne gerade beim Tangun Tulln den Meistergrad erworben hatte. Und jetzt ist er selber bereits auf dem Weg dazu.„ freut sich GM Brandl über die tolle Leistung seines erwachsenen Schülers.

„Taekwondo ist für mich ein Ausgleich und abschalten vom Alltag! Wenn ich zum Training gehe weiß ich, die nächsten eineinhalb Stunden gehören mir und dem Sport. Wir sind eine große Taekwondo Familie und jeder gibt sein Bestes beim Training. Und dabei haben wir auch Spaß, denn nicht jede Übung oder Technik klappt gleich vom ersten Mal weg, und da sorgt dann schon die eine oder andere Verrenkung für einen Lacher. Dass ich mich getraut habe mit Taekwondo zu beginnen war eindeutig die beste Entscheidung! Und jetzt bin ich bereits auf den letzten Metern zur DAN-Prüfung, was mich wirklich stolz macht!“; freut sich Boban Pejcic.

Auch die jugendlichen Prüflinge legten eine tadellose Prüfung hin. Speziell Nicolas Walzl, der beim Bruchtest unter anderem mit einen 360° Dreh Kick (Momdolyo-Chagi) brillierte.

Für die Sportler geht es jetzt mal in die Sommerpause – wobei geplant ist sich ab und an auf der Donaulände oder im Au-Bad auf kurze Trainings Session zu treffen, oder einfach mal gemeinsam au fein Eis zu gehen.

Bestandene Graduierungen:

10. KUP
Felix-Paul Hofstalder
Jovan Miljenovic
David Pekarek
Anis Racic
Felicitas Suppinger


9. KUP
Regina Duxa
Johannes Lehner


7. KUP
Aykut Cabuk
Anika Gruber
Ramazan Kayhan
Nehir Kayhan
Victoria Nagl
Chiara Zoccola
Valerio Zoccola


6. KUP
Efe Kayhan


5. KUP
Amelie Fink
Jason Morbitzer


4. KUP
Anna Doschek
Bernd Kiener


2. KUP
Magda Brandl
Oliver Danek



1. KUP
Maxime Paunovic
Naomi Paunovic
Boban Pejcic
Nicolas Walzl
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