31.10.2016, 13:21 Uhr

Tullnerfelder Fans goes Tennis

Martin Bader, Florian Lang-Muhr, Christian Bader, Leopold Llang-Muhr und Alexandra Müllner (Foto: www.donaukultur.com)
TULLNERFELD / WIEN (red). Der große Triumphator der Erste Bank Open 500 heißt Andy Murray! Der Weltranglisten-Zweite besiegte am Sonntag im Finale vor 7.250 Zuschauern in der Wiener Stadthalle den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga nach einer Spielzeit von 1:50 Stunden mit 6:3, 7:6 (8/6). Mit dem zweiten Turniererfolg in Wien nach 2014 sicherte sich der Schotte neben dem Siegerscheck in Höhe von 428.800 Euro auch 500 Weltranglisten-Punkte. Mit diesem Triumph hat der nunmehr siebenfache Saisonsieger auch seine Chancen gewahrt, in naher Zukunft den Serben Novak Djokovic als Nummer eins der Weltrangliste abzulösen.

Murray erwischte im Endspiel mit einem früheren Break zum 2:0 einen optimalen Start und spielte in weiterer Folge den ersten Satz souverän nach Hause. Als der Favorit auch gleich im ersten Game des zweiten Durchgangs den Aufschlag seines Gegners durchbrach, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch nachdem Tsonga beim Stand von 1:3 mit der Abwehr von drei Breakbällen einen weiteren Aufschlagverlust verhindern konnte, war der Franzose mit dem Break zum 4:4 plötzlich wieder im Spiel. Der zweite Satz ging ins Tiebreak, das Murray mit 8:6 für sich entschied. Der Brite verwertete mit einem Ass gleich den ersten Matchball und machte damit seinen 42. ATP-Turniersieg perfekt.

„„Seit fünf Monaten spiele ich das beste Tennis meines Lebens. Es war heute wieder ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Nummer eins, aber es ist noch immer ein weiter Weg. Ich muss weiter arbeiten und mich weiter konzentrieren“, sagte Murray, um dann näher auf das Match einzugehen. „Nach der 3:1-40/0-Führung war ich vielleicht ein bisschen zu nachlässig. Er hat dann auch aggressiver gespielt und gute Schläge gezeigt. Das Tiebreak war dann auf sehr hohem Niveau und sehr knapp.“ Ganz ähnlich fiel die Analyse von Tsonga aus, der in den direkten Duellen mit Murray nun mit 2:14 zurückliegt. „In der zweiten Hälfte des zweiten Satzes bin ich besser hineingekommen, am Ende war es eng. Ich habe bis zuletzt gekämpft und kann mit meinem Abschneiden in Wien zufrieden sein“, so Tsonga.

Im Doppel-Finale musste sich der Steirer Oliver Marach mit seinem französischen Partner Fabrice Martin dem polnisch-brasilianischen Duo Lukasz Kubot und Marcelo Melo mit 6:4, 3:6, 11/13 geschlagen geben. Im Match-Tiebreak wehrten Marach/Martin zunächst vier Matchbälle ab, ehe sie bei 11:10 ihrerseits einen Matchball vorfanden. „Wenn es so eng ist, tut es immer weh. Bei uns fehlen ein paar Dinge. Man muss sagen, dass Lukasz für sie die Partie rausgerettet hat. Er hat sehr gut gespielt. Es war aber trotzdem eine sehr gute Woche für uns. Wir haben zwei sehr gute Doppel-Teams geschlagen“, bilanzierte Marach, der sich mit seinem Partner 59.720 Euro Preisgeld teilt. Die Sieger Kubot/Melo wurden für die erfolgreiche Titelverteidigung mit einem Scheck über 126.400 Euro belohnt.

Sehr zufrieden bilanzierte Turnierdirektor Herwig Straka, der sich über viel positives Feedback seitens der Spieler sowie der Offiziellen der ATP freuen durfte. An den neun Turniertagen kamen 57.000 Zuschauer in die Wiener Stadthalle, womit die Vorjahresmarke (53.800) deutlich übertroffen werden konnte. „Wir sind mit dem Turnier sehr zufrieden, was aber nicht heißt, dass wir nicht weiterhin bestrebt sind, noch besser zu werden“, sagte Straka. Das schönste Lob für das gesamte Organisationsteam hatte am Ende Andy Murray parat: „Das Turnier war schon sehr gut, als ich vor zwei Jahren das erste Mal hier gewesen bin. Seit damals haben sich viele Dinge noch weiter verbessert. Die Arena ist großartig für ein Indoor-Event und war die ganze Woche sehr gut besucht. Die Fans zeigen eine große Begeisterung für das Tennis und sorgen für eine fantastische Stimmung.“
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