31.10.2016, 15:21 Uhr

Belarus-Traktoren: Von Staasdorf in die Welt

Das Angebot für den heimischen Markt umfasst zehn Belarus-Traktoren mit Leistungen zwischen 90 und 355 PS (66 – 261 kW) und einem Österreich-Paket – im Bild das Top-Modell 3522.5. (Foto: Schaider GmbH)

Tulln-Staasdorf wird Österreich-Vertriebszentrum von Belarus-Traktoren

STAASDORF / TULLN (red). Schaider GmbH übernimmt Generalvertretung der Minsk Tractor Works / Acht Prozent Marktanteil in Österreich angepeilt / Bestehende Isotec Automatisierungstechnik wird eine von fünf Sparten des neuen Unternehmensj.

Weltweit größter Traktorhersteller

Von Tulln-Staasdorf aus sollen künftig die Traktoren der Marke ‚Belarus‘ in den österreichischen Markt starten. Die neugegründete Schaider GmbH hat kürzlich einen Vertrag mit den Minsk Tractor Works (MTW) – dem weltweit größten Traktorhersteller - unterzeichnet und übernimmt ab sofort die Österreich-Vertretung für die in Deutschland und anderen Nachbarländern erfolgreichen Belarus-Traktoren. Mittelfristig peilt man acht Prozent Marktanteil in Österreich an. Die bisherige Isotec Automation & Technologie GmbH am Standort wird künftig eine von fünf Sparten innerhalb der neuen Schaider Group. Die Übernahme des Traktor-Vertriebs ist für das Unternehmen jedoch nur ein erster Schritt, denn mit der jahrzehntelangen Erfahrung der heimischen Automatisierungsexperten in der Landmaschinentechnik wurde eine weltweit einzigartige Erntemaschine entwickelt, deren Vorstellung noch vor Jahresende geplant ist.

Heimische Landwirte werden jubeln

Die Belarus-Produktpalette umfasst insgesamt einige hundert Traktormodelle mit Leistungen zwischen 13 und 355 PS (10 – 261 kW). Am heimischen Markt sollen rund zehn ausgewählte Traktortypen mit Leistungen zwischen 90 und 355 PS (66 – 261 kW) und einem Österreich-Paket angeboten werden. „Das Österreich-Paket ist speziell auf die Anforderungen der heimischen Landwirtschaft ausgerichtet“, sagt Geschäftsführer Ing. Josef Schaider. Wichtige Bauteile, wie Motoren, Getriebe und Elektronik stammen aus Europa und den USA, etwa von renommierten Firmen wie Bosch, Deutz oder Freudenberg. Laut Ing. Schaider spricht neben dem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis noch ein weiteres Argument für die robusten Traktoren aus Weißrussland: „Als Nebenerwerbslandwirt weiß ich aus eigener Erfahrung, dass viele der in heutigen Traktoren vorhandenen elektronischen Programme nie im Praxiseinsatz verwendet werden. Die kauft man einfach nur mit, ohne sie jemals tatsächlich zu nützen. Die Bordcomputer der Belarus-Traktoren bieten hingegen klare und überschaubare Funktionen, ich nenne das Klimbim-frei.“
Von Tulln-Staasdorf aus beabsichtigt das Unternehmen, ein flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetz in ganz Österreich aufzubauen und sucht dafür die Kooperation mit heimischen Landtechnikbetrieben. „Wir denken dabei an zehn bis zwanzig Vertriebs und Servicepartner“, so Ing. Schaider, „die in weiterer Folge auch für unsere neuentwickelte Erntemaschine tätig sein könnten.“

(Bildtext zu Schaider_Belarus10-16.jpg)



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