29.03.2017, 11:46 Uhr

BIOMIN unterstützt 16 Millionen Euro-Projekt

Martin Wagner (Veterinärmedizinische Universität Wien) und Gerd Schatzmayr (BIOMIN Research Center Tulln) (Foto: BIOMIN, Getzersdorf)

BIOMIN gibt Teilnahme an einem 16 Millionen Euro-Projekt für Qualität, Sicherheit und Innovationen im Futter- und Lebensmittelbereich bekannt.

TULLN (red). Insgesamt 40 Unternehmen, davon 6 wissenschaftliche Partner und 34 Unternehmenspartner aus 5 Ländern beschreiten mit dem Projekt K1-Kompetenzzentrum für Forschung und Innovation im Futter- und Lebensmittelbereich (kurz FFoQSI) einen neuen Weg in Österreich, nach dem Motto: „vom Erzeuger zum Verbraucher“.

Sechzehn Millionen-Budget

Das Ziel des Projekts, das 8 Jahre dauern und ein Budget von sechzehn Millionen Euro für die ersten 4 Jahre zur Verfügung hat, ist es, die Nahrungs- und Futtermittelproduktion besser, sicherer und nachhaltiger zu machen und Innovationen durch anwendungsorientierte Grundlagenforschung voranzutreiben.
„FFoQSI wird ein einzigartiges Markenzeichen für die Integration der Lebensmittelkette in den verschiedenen Ländern Europas darstellen – besonders dort wo kleine und mittlere Lebensmittelversorgungsketten unerlässlich sind” sagte der FFoQSI Projekt-Koordinator Martin Wagner von der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

„Als eine Schlüsselfigur bei der Entwicklung von innovativen Lösungen für die Futter- und Lebensmittelbranche sehen wir einen guten Grund darin, unsere umfangreichen Kompetenzen in Forschung & Entwicklung hier einzusetzen”, meinte Gerd Schatzmayr, Research Director am BIOMIN Forschungszentrum. „Dies gibt uns die Möglichkeit, unsere langjährigen F&E Partnerschaften mit führenden Institutionen in Österreich und im Ausland weiter auszubauen.“

BIOMIN wird an 3 verschiedenen Projekten teilnehmen, die sich mit dem Nachweis von Mykotoxinen, pflanzlichen Futterzusätzen und Antibiotikaresistenzen bei Tieren beschäftigen.

Mykotoxine

Dieses Projekt wird mit Prof. Krska vom Analytikzentrum des IFA-Tulln durchgeführt und hat zum Ziel, den Nachweis von Mykotoxinen und anderen Kontaminationen im Getreide zu verbessern, und baut auf der modernen Flüssigchromatographie mit Tandem- Massenspektrometrie (LC-MS/MS)-Technologie auf.

Phytogenese

Das zweite Projekt befasst sich mit der Erforschung der Wirkung von Digestarom®, einem phytogenen Futterzusatz (PFA), auf die Darmgesundheit von Schweinen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierernährung, tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie an der Universität für Bodenkultur, Wien(BOKU).

Antibiotika Resistenzen

Das dritte Projekt beschäftigt sich mit Antibiotikaresistenzen im Verdauungstrakt von Tieren. Im Mittelpunkt steht die nähere Erforschung des Resistoms – die Gesamtheit aller Antibiotika-Resistenzgene – im Verdauungstrakt von Geflügel und Schweinen, und wie es von Futterzusätzen beeinflusst wird.

Über FFoQSI

Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat das österreichische Kompetenzzentrum für Forschung und Innovation im Futter- und Lebensmittelbereich (Austrian Competence Centre for Feed and Food Quality, Safety and Innovation (FFoQSI)) sowie dessen Betrieb von 2017 bis 2021 als COMET (Competence Centers for Excellent Technologies)- Programminitiative genehmigt. Es umfasst 12 Projekte durchgeführt von 6 wissenschaftlichen Partnern und 34 Unternehmenspartnern aus 5 Ländern.
Das Engagement der Unternehmenspartner beinhaltet die Teilfinanzierung eines Kompetenzzentrums im Bereich der Agrarnahrungsmittelkettenforschung. Das K1 Kompetenzzentrum befindet sich in Tulln und hat weitere Forschungsstandorte an der BOKU, Vetmeduni und der Fachhochschule Oberösterreich.

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