08.10.2014, 00:00 Uhr

Schlechtes Jahr für die Winzer

Maria und Andi Alt aus Großriedenthal rechnen bei der Weinlese mit einem Verlust von etwa einem Drittel. (Foto: Zeiler)

Dauerregen ließ Weintrauben aufplatzen: Einbußen liegen bei etwa einem Viertel.

GROSSRIEDENTHAL / BEZIRK TULLN. "Wenn du ein ganzes Jahr über arbeitest und dir dann das Wetter deine Ernte kaputt macht – das ist ganz schön hart und enttäuschend", sagt Maria Alt. Die Weinlese im Bezirk Tulln ist in vollem Gange: So auch bei der Familie Alt in Großriedenthal, wo der Zweigelt, der Frührote Veltliner und der Gelbe Muskateller bereits eingebracht wurden.

Hoffnung stirbt zuletzt
Bis Anfang August habe man hier noch geglaubt, dass man eine gute Ernte haben werde, Mitte August war es noch die Hoffnung, im September stand dann fest: "Etwa ein Drittel müssen wir jetzt aussortieren", erzählt Andi Alt und konzentriert sich auf das Schneiden. Besser ist's auch nicht in Michelhausen, wie Winzer Bernhard Baumgartner feststellt: "Empfindliche Sorten wie beispielsweise der Gelbe Muskateller mussten schon früher als geplant geerntet werden, denn durch die vielen Regenmengen sind die dünnen Schalen aufgeplatzt".

Qualität vor Menge
Josef Nagl, Bezirksweinbauobmann: "In Königstetten haben wir einen Ausfall von 25 Prozent – diese Zahl lässt sich auch auf den Bezirk umlegen", informiert er und fügt hinzu, dass er sich an so ein schlechtes Jahr nicht erinnern könne. Wie es heuer mit Qualitätswein aussieht? "Wir selektieren sehr stark und das ist auch ein Muss für uns", so Alt, doch werde es von den "ganz großen Sachen eben weniger geben", sagt der Winzer abschließend.
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