23.10.2017, 14:04 Uhr

"Vorsorgeuntersuchung" für Turbine in Altenwörth

(Foto: Verbund)
ALTENWÖRTH (PA). Alles, was lang laufen soll, braucht von Zeit zu Zeit ein Service, so auch die Turbinen im Donaukraftwerk Altenwörth, Österreichs erzeugungssstärkstem Flusskraftwerk.
Zehn Wochen dauert so eine Standardinspektion, jede der sechs Turbinen muss einmal in neun Jahren vorbeugend untersucht werden. Die Prozedur ist aufwendig, weil die Turbinen 20 Meter unter der Donau normalerweise unter Wasser liegen und nicht ausgebaut werden können. Um Erzeugungsverluste zu minimieren, finden die Arbeiten daher in der wasserarmen Zeit des Herbstes statt. Die übrigen acht Maschinen können die geringere Wassermenge übernehmen und den Ausfall einer Turbine ersetzen.

Ausgepumpt und trockengelegt

Nachdem Taucher den Einlauf der Turbine verschlossen haben, wird die Maschine ausgepumpt und trockengelegt. Dann ist es für die VERBUND-Techniker an der Zeit, durch das „Mannloch“ einzusteigen und das 6 Meter große Laufrad in Augenschein zu nehmen. Kotrolliert werden die Lager und Schaufeln der Kaplan-Turbine. Wo nötig, wird Korrosionsschutz ausgebessert und Schäden am Laufrad geschweißt. Bis Anfang November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Turbine wieder ans Netz gehen.

Zur Sache
Eine einzige Turbine in Altenwörth verarbeitet in der Sekunde bis zu 300.000 Liter Wasser und erzeugt daraus Strom für 60.000 Haushalte. Die Dauerläufer an der Donau sind das Rückgrat der heimischen Stromversorgung: die 9 Donaukraftwerke liefern insgesamt 20% der gesamten Elektrizität in Österreich.

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