Verdauungsprobleme durch Unverträglichkeit

Lebensmittelintoleranzen machen sich oftmals durch Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Krämpfe bemerkbar.
  • Lebensmittelintoleranzen machen sich oftmals durch Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Krämpfe bemerkbar.
  • Foto: dondoc-foto/Fotolia
  • hochgeladen von Veronika Mair

BEZIRK (mas). Wenn der Verzehr von manchen Speisen wie Milchprodukten und Früchten immer wieder Probleme macht, könnte eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegen. Diese äußert sich häufig durch Verdauungsprobleme wie Blähungen und Bauchschmerzen. Auch andere Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und allgemeines Unwohlsein können ein Hinweis sein, dass bestimmte Nahrungsmittel vom Körper nicht richtig verarbeitet werden. Bei Fructoseunverträglichkeiten kann eines der ersten Anzeichen auch sein, dass man manche Früchte plötzlich nicht mehr verträgt. Lebensmittelintoleranzen sind jedoch nicht mit Allergien zu verwechseln. Bei einer Allergie reagiert der Körper abwehrend auf einen Stoff, bei einer Unverträglichkeit hingegen kann der Körper einen Stoff lediglich nicht richtig verarbeiten. Eine Intoleranz ist also eine Schwäche des Enzymsystems.

Ursachen und Behandlung

Diese kann unterschiedliche Ursachen haben und muss nicht genetisch bedingt sein. Vor allem Infektionen können Auslöser sein. "Man weiß, dass Bakterien wie Helicobacter pylori maßgeblich am Entstehen einer Lactoseintoleranz beteiligt sein können," sagt der Mediziner Eduard Reischl, Hausarzt aus Bad Leonfelden. Deshalb sei es auch wichtig, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit nicht einfach als Gegebenheit hinzunehmen, sondern nach Ursachen und Auslösern zu suchen. Dann bestünden auch Chancen auf eine Besserung. "Die Schwäche des Enzymsystems muss nicht ewig bestehen bleiben, bekämpft man die Ursachen und hält eine Diät ein, können sich die Symptome wesentlich bessern", so Reischl. Dabei können Hausärzte und Diätologen Auskunft geben, welche Lebensmittel ohne Bedenken verzehrt werden können und auf welche eher verzichtet werden sollte.

Diagnostik

Sollte man selbst den Verdacht haben an einer Lebensmittel-#+unverträglichkeit zu leiden, ist die erste Anlaufstelle der Hausarzt. Dieser kann andere Ursachen für die Symptome wie zum Beispiel Infekte ausschließen. Eine genauere Diagnostik erfolgt dann im Krankenhaus in Form eines Atemtests. Dieser dauert zirka zwei Stunden und gibt genauere Auskunft darüber, ob eine Unverträglichkeit vorliegt. Allgemein merkt Reischl an, dass die Zahl an Patienten mit Intoleranzen zunehme. Es sei jedoch einfacher geworden, sich dennoch unkompliziert zu ernähren. "Die Lebensmittelindustrie hat diese Zunahme erkannt und darauf reagiert," so der Arzt. Somit kann man dank laktosefreier Produkte und ähnlichem trotz Unverträglichkeiten Geschmack genießen.

Autor:

Magdalena Schiefermüller aus Urfahr-Umgebung

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.