Fernsehen 1968
300 Meter langes Kabel überbrückte störenden Berg

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REICHENAU (vom). Trotz der für damals sonst guten Fernseh-Empfangsmöglichkeiten im Mühlviertel gab es einige Orte wie beispielsweise Reichenau, welche improvisieren mussten, um fernsehen zu können. Im August des Jahres 1968 war im Linzer Volksblatt die Rede von sogenannten "Stiefkindern des Fernsehens". Zu dieser Zeit konnte in der Gemeinde lediglich ein Programm und das nicht besonders gut empfangen werden. Landmaschinenmeister Hubert Watzinger versuchte nun auf Eigeninitiative, ein brauchbares Bild zu bekommen. "Er schleppte dafür den Fernseher auf den Weglehnerberg, welcher die eigentliche Abschirmung für Reichenau bildete", weiß Günther Baumann, Verwalter der Topothek Reichenau. Dafür musste aber eine 300 Meter lange Stromversorgung gelegt werden. Drei Männer hielten eine 17-Elemente-Antenne, um bestmöglich zu empfangen. Nach einigen Momenten voller Spannung erschien schließlich der Nachrichtensprecher des Deutschen Fernsehens, "gestochen scharf und ohne Störung. Der Empfang vom deutschen Sender ist zum Erstaunen der Beteiligten besser als er im Ort vom österreichischen möglich ist", schrieb das Linzer Volksblatt. Auch die beiden österreichischen Programme waren auf dem neuen Fernseh-Platz gut und vor allem ohne "Geisterbilder" zu sehen. 

Anschluss mit fünf Sender für 5.000 Schilling

Im Jahr 1976 sammelten die Reichenauer schließlich Unterschriften für ein Erdkabel. Für 5.000 Schilling bekamen die Bürger einen Anschluss, mit dem sie fünf Sender empfangen konnten. Günther Baumann kann sich noch gut erinnern: "Wir haben mehr als drei Kilometer Kabel vergraben".

Autor:

Veronika Mair aus Urfahr-Umgebung

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