7.545 Kronen für eine neue Straße

Die Arbeit wurde von Männern und von kopftuchtragenden Frauen verrichtet, was damals selbstverständlich war.
  • Die Arbeit wurde von Männern und von kopftuchtragenden Frauen verrichtet, was damals selbstverständlich war.
  • Foto: Buchberger/Lenzenweger
  • hochgeladen von Veronika Mair

Sowohl Männer als auch Frauen waren vor rund 100 Jahren beim Straßenbau in Zwettl beteiligt.

ZWETTL (vom). Verkehrswege sind die Lebensadern eines Landes. So war es im Jahr 1912 nötig, die Oberneukirchner Straße neu zu schottern.
In der Pfarrchronik von Zwettl findet sich folgender Eintrag: „Durch Vermittlung des Gastwirtes und Landtagsabgeordneten Anton Schwarz bei dem Landesbauamte, wurde die ziemlich herabgekommene Strecke der Bezirksstraße vom Markte bis zum Ortner mit der Landesstraßenwalze gewalzt.“ Die Kosten für diese Walzung betrugen damals 7.545 Kronen. Es wurden insgesamt 954 Kubikmeter Schotter benötigt. Von den Kosten dieser Walzung hatte die Gemeinde Zwettl ein Drittel zu leisten. Außerdem musste sie die Hilfsarbeiter entlohnen. Anton Schwarz, welcher die Lieferung des Schotters übernommen hatte, spendete der Gemeinde Zwettl den Betrag von eintausend Kronen.

Ältestes Foto stammt aus 1890

Der Fotograf dieser Aufnahme war der Zwettler Kaufmann Georg Buchberger (1867-1924). "Er dürfte der erste Zwettler mit eigenem Fotoapparat gewesen sein und aus seiner Hinterlassenschaft sind rund 500 Fotoglasplatten erhalten geblieben, die heute wichtige zeitgeschichtliche Bilddokumente für die Gemeinde sind", erklärt Rainer Lenzenweger aus Zwettl. Buchberger fotografierte verschiedenste Ereignisse, darunter sogar zuhause aufgebahrte Verstorbene. Von seinen Aufnahmen aus Zwettl ließ er Postkarten herstellen, welche er in seinem Gemischtwarenladen an Sommerfrischler verkaufte. Die älteste erhalten gebliebene Aufnahme des Kaufmannes dürfte aus der Zeit um 1890 stammen. "Nach der Wiederentdeckung dieser Fotoglasplatten im Zuge der Recherchen für das Zwettler Heimatbuch, habe ich sie dem Schlossmuseum Freistadt übergeben, wo sie digitalisiert und damit zugänglich gemacht wurden", so Lenzenweger. Insgesamt existieren von dem Straßenbau drei verschiedene Aufnahmen. Das Foto zeigt die Dampfwalze sowie zwei Wagen mit Wasserfässern und verschiedenen Arbeitsgeräten.

Autor:

Veronika Mair aus Urfahr-Umgebung

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