Bad Mühllacken
Aus dem Curhaus wird ein Kloster

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  • Foto: Curhäuser Marienschwestern GmbH
  • hochgeladen von Gernot Fohler

BAD MÜHLLACKEN. Das Curhaus Bad Mühllacken wird mit dem in Bad Kreuzen fusioniert. Die erstklassige Fachkompetenz in den Bereichen Fasten, bewusste Ernährung und Detox wird mit Betriebsleiterin Elisabeth Rabeder und einem kleinen Team nach Bad Kreuzen übersiedeln. Bad Kreuzen ist dann das erste Zentrum der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM).

Schließung noch heuer

Das Curhaus Bad Mühllacken wird Ende November 2021 geschlossen und 2022 umgebaut. 2023 übersiedelt die Gemeinschaft der Marienschwestern aus Linz dorthin. Im großen Haus geht es „klein aber fein" weiter mit 16 Zimmern – derzeit sind es mehr als 40. Angebote wie Physiotherapie, Massagen, Wickel und Wassertherapie auch für externe Gäste wird es weiterhin geben, ebenso Wohlfühltage, Kurse zum spirituellen Fasten oder Exerzitien im Kräutergarten. Ausbildungskurse und Lehrgänge für Spiritualität und Gesundheit sind geplant. Das „Café Einkehr“ und der Klosterladen bleiben erhalten. Traditionelle Klosterküche und einfache vegane Kost zum Entgiften und Entschlacken wird den Gästen im Haus am Eingang des Naturschutzgebietes Pesenbachtal auch in Zukunft serviert.

Verschiebung

Die Übersiedlung der Marienschwestern ins Seniorenwohnheim St. Teresa, nach dem Umzug der Senioren ins neue Altenheim in Feldkirchen, hatte im Herbst 2020 Schwester Generaloberin Maria Michaela Pfeiffer-Vogl bei den Bad Mühllacken-Gesprächen bestätigt. Dieses Gebäude, das 1980 errichtet worden ist, sollte schon vor zehn Jahren saniert werden. Einige Jahre später holte der Orden die "Tau.Gruppe.Vöcklabruck", eine Holding der Franziskanerinnen von Vöcklabruck GmbH, die bereits fünf Altenheime führt, ins Boot. Das neue Alten- und Pflegeheim errichtet die Tau.Gruppe nun in Feldkirchen. Wegen der Überhitzung in der Baukonjunktur und den aktuell hohen Kosten verschiebt sich der Baubeginn, der für Juni geplant war, um einige Monate.

80er-Jahre-Bau

Berechnungen ergaben, dass sich ein Umbau des leeren Altenheimes langfristig nicht rentiert. Wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit hat der Orden bereits 2017 in Aspach (Innviertel) sein Kneipp Traditionshaus geschlossen. Auch die Zukunft des Ordens, dem derzeit mehrheitlich ältere Schwestern angehören, hat nach eingehenden Beratungen zur jüngsten Entscheidung geführt, die in der Gemeinde alle überrascht hat. „Schade um das Curhaus, aber natürlich habe ich Verständnis dafür, dass sich die Schwestern neu ausrichten wollen. Sie verlegen ja ihr Kloster in unsere Gemeinde, die für die Menschen so wichtigen Gesundheitsangebote und Spiritualität bleiben. So bleibt das neue Kloster auch in Zukunft ein offenes Haus“, ist Bürgermeister David Allerstorfer (SP) zuversichtlich für die Zukunft des Kurortes. Bis zu 30 Curhaus-Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Was mit dem Altenheimbau mitten auf dem Ortsplatz geschieht, ist derzeit noch unklar.

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