Digitale Medien erobern unsere Schulen

In der Volksschule Engerwitzdorf-Schweinbach kommen Roboter, sogenannte „BeeBots“, zum Einsatz.Foto: VS Engerwitzdorf-Schweinbach
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BEZIRK (vom). Die digitale Welt zu beherrschen und die Möglichkeiten, welche sie bietet, für sich zu nützen, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Mittlerweile werden digitale Medien von vielen Schulen regelmäßig in den Unterricht miteinbezogen. In der Volksschule Engerwitzdorf-Schweinbach setzen die Lehrkräfte schon seit Längerem auf den gezielten Einsatz. „Digitales Verständnis und Umgang mit neuen Medien sind Zukunftskompetenzen, die wir fördern wollen“, so Sybille Mikes, E-Learning-Koordinatorin der Schule. Seit diesem Schuljahr finden Kurse in Programmierung und Robotik, speziell für Volksschüler statt. Zum Einsatz kommen dabei in den unverbindlichen Übungen „BeeBots“ und weiterführend „WeDo2.0 Erlebnisbausätze“, mit denen die ersten Erfahrungen im Programmieren und in der Robotik gemacht werden. „Kinder, die heute die Schule besuchen, wachsen als ‚Digital Natives‘ auf und haben einen natürlichen Zugang zu dieser Welt. Die Nutzung von digitalen Medien bereits in der Volksschule, um das informatische Denken der Kinder zu stärken, ist eine sinnvolle Ergänzung zum herkömmlichen Unterricht“, weiß Ralph Thalguter vom Institut für interdisziplinäre Bildung (IBB), der die Volksschule auf dem Weg zur „Digitalen Schule“ begleitet. Die Hälfte der Teilnehmer im Kurs sind Mädchen. „Sie zeigen sich dabei als besonders begabt“, sagt Mikes. Martina Hanousek, Direktorin der Schule, legt besonderen Wert auf die digitale Entwicklung. „Es ist wichtig Innovationen zu unterstützen und Raum für Veränderungen in der Schule zu schaffen. Ich sehe den Einsatz digitaler Medien als willkommene Bereicherung im Unterricht, um den Lernstoff zu vertiefen und Gelerntes vielfältig anzuwenden.“

Moderne Ausstattung

Die Neue Mittelschule (NMS) in Hellmonsödt setzt wiederum auf zukunftsträchtige Ausstattung der Schulräume. Die Klassen werden nach und nach mit „Smartboards“ ausgestattet. Diese elektronischen Tafeln speichern Inhalte ab, die in der nächsten Unterrichtseinheit wieder abgerufen werden. „Die Lehrer haben Möglichkeiten, vielfältiger zu unterrichten. Sie können einfach aufs Internet zugreifen, Filme abrufen oder Powerpoint-Präsentationen zeigen“, sagt Klaus Nimmervoll, Direktor der NMS. Mit einer App für Eltern und Lehrer arbeitet seit einiger Zeit die Neue Mittelschule Gramastetten. Dabei können die Eltern ihre Kinder unter anderem per Handy krankmelden. „Damit ersparen wir Zeit und Papierkram. Denn so sehen wir auf einem Blick, wer aus wessen Grund fehlt und müssen nicht alle durchrufen“, erklärt Direktor Walter Pichler. In zahlreichen Schulen gibt es außerdem die Möglichkeit, den Computerführerschein ECDL zu absolvieren.

Der Landesschulrat OÖ und das Land OÖ haben das Schuljahr 2017/18 zum „Jahr der digitalen Bildung“ ausgerufen. Ziel des Schwerpunktjahres ist es, deutlich zu signalisieren, dass digitale Bildung kein Bereich ist, in dem sich einige wenige Schulstandorte spezialisieren, sondern dass eine Auseinandersetzung mit diesem Thema in allen Schulen notwendig ist.

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