Corona-Krise
Engerwitzdorferin ärgert sich über Quarantäne-Verlängerung

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ENGERWITZDORF/LINZ. Empört reagierte Katrin Leutgeb, eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern aus Engerwitzdorf, auf die coronabedingte Quarantäne-Verlängerung der Bezirkshauptmannschaft (BH) Urfahr-Umgebung. Am 30. September wurde sie positiv auf das Virus getestet. "Ich verbrachte die Quarantäne mit meinen vier Kindern zu Hause, was ja völlig okay war." Am 10. Oktober bekam Leutgeb vom Hausarzt die Gesundschreibung, was ihr die BH schriftlich bestätigte. Ihre vier Kinder und ihr Umfeld wurden in der Zwischenzeit allesamt negativ getestet.

"Oberhammer"

Doch dann kam der "Oberhammer" für die Mutter: "Ich erhielt für alle vier Kinder eine Quarantäne-Verlängerung von zehn Tagen, weil sich laut BH die Kinder neuerlich hätten anstecken können." Die abweisende Haltung der BH empfand Leutgeb als "Frechheit". Eine zweite Testung lehnte die Behörde ab, die negativen Testergebnisse hätten den Quarantänezeitraum nicht verkürzt. "Der Dame am Telefon war es mehr oder minder egal, ob die Kinder drei Wochen Schule verpassen oder nicht." Außerdem hätten sich imSchreiben der BH viele Widersprüche gefunden. Ein Rechtsanwalt gab ihr recht: "Das steht so in keinem Gesetz verankert, sagt der Anwalt."

Rechtlich korrekt

Laut Bezirkshauptmann Paul Gruber stößt die Regel mit dem letztmöglichen Ansteckungszeitpunkt auf viel Unverständnis: "Die Leute sind gereizt, das ist verständlich. Aber wir halten uns exakt an das Kontaktmanagement des Bundesministeriums." Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander gibt der BH recht. Sie fügt hinzu: "Erstens sollte die Quarantänedauer grundsätzlich auf fünf Tage verkürzt werden und zweitens bin ich für eine Ausweitung der Kontaktpersonenregelung.
Kinder bis 14 sollten als Personen der Kategorie 2 gelten. Diese Vorgehensweise würde jenen helfen, die symptomlos oder negativ getestet in Quarantäne sind, würde Sicherheit in der einheitlichen Abwicklung geben und darüber hinaus auch eine Erleichterung für Unternehmen und Arbeitnehmer bedeuten, da die Anzahl der Quarantäne-Fälle verringert werden würde.“

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