"Es geht nicht um Leben und Tod"

Mathias Kaineder, Gabriel Haider und Florian Ritt (v. l.) treten seit zwei Jahren als Band Folkshilfe auf.
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  • Mathias Kaineder, Gabriel Haider und Florian Ritt (v. l.) treten seit zwei Jahren als Band Folkshilfe auf.
  • Foto: Kevin Rieseneder
  • hochgeladen von Ruth Dunzendorfer

BEZIRK (dur). "Vor zwei Jahren entstand Folkshilfe im Urlaub. Florian nahm seine Steirische mit, Gabriel Percussion, ich die Gitarre", beschreibt Mathias Kaineder die Gründung.
Die Berufsmusiker vereinen mehrere Stile: der Kirchschlager Mathias Kaineder bringt Klassik als Bassist des Vocal- ensembles Lalá ein, Gabriel Haider aus Kirchschlag und Florian Ritt aus Neuzeug (Bezirk Steyr-Land) Hip Hop und Pop.
Die Stile mischen sie in ihren Songs: "Jeder hat Ideen, gemeinsam feilen wir sie aus. Weil wir so reden und es uns gefällt, singen wir Dialekt. Unsere Musik soll Leichtigkeit vermitteln, zeigen, dass das Leben schön ist, man sich nicht allzu ernst nehmen, aber so bleiben soll, wie man ist, ohne sich zu verbiegen. Das passt gerade zum Zeitgeist", mutmaßt Kaineder, warum sie so gut ankommen.

Song für ESC

"Who you are" mischt Dialekt und Englisch. "Song Contest ist eine besondere Situation, wir haben überlegt, was wir machen", so Kaineder. Da der Großteil des Publikums weder Deutsch noch Dialekt versteht, singen sie den Refrain auf Englisch, um die Songbotschaft zu vermitteln.
Bei der Liedauswahl hatten sie freie Hand. "Man kann machen, was man will. Ich weiß nicht, warum so viele glauben, man wird beeinflusst", meint Kaineder. "Wir haben gewusst, worauf wir uns einlassen, wollen keinen ESC-Stempel aufgedrückt bekommen, sondern bleibenden Eindruck hinterlassen. Man soll uns in einem Jahr noch kennen. Dazu nutzen wir den Medienhype, haben gerade unsere EP (CD mit mehreren Songs) herausgebracht."
Vor der Show stehen noch Durchlaufproben und Inter-viewtermine an. "Wir harren der Dinge, unsere Existenzen hängen nicht vom Song Contest ab, es geht nicht um Leben und Tod", sind sie gelassen.

Meinungen von Musikern

„Ich liebe ihren Cross-Over, wenn Sprache, Genres und Instrumente neu besetzt, aus ursprünglichem Kontext gelöst werden", ist die Oberneukirchner Musikerin nana d. begeistert. Sie kennt Haider als Schlagzeuger ihrer Band. "Finde es gut, wenn Künstler ihre Nation in der Landessprache vertreten. Bei Folkshilfe harmonieren Mundarttext und Musik. Ein Megahit, den ESC-Teilnehmer brauchen, fehlt mir aber", denkt Phil Vanderkill von der Hardrockband "Sergeant Steel".
"Bin überrascht, dass sie sich mit Mundart so lange halten. Ihre Art taugt mir, sie wären als Einzige für Österreich passend, weil es eine Verbindung zur Volksmusik gibt", meint Anton Pichler, Volksmusiker und Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege aus Bad Leonfelden, "die Frage ist, ob das songcontesttauglich ist. Da stimme ich Rapper Nazar zu, es soll keine Bierzeltmusi werden. So wirkt die Musik nicht anspruchsvoll, obwohl es schwierig ist, was sie spielen."

Bei Liveshow mitfiebern

Für alle Fans der Band Folkshilfe findet am Freitag, 13. März, ab 19:30 Uhr eine "Folkshelfer-Voting-Party" im Gasthaus Maurerwirt in Kirchschlag statt. Unter Gleichgesinnten kann gemeinsam die finale Entscheidung bei der Liveshow mitverfolgt und natürlich fleißig gevotet werden.

Folkshilfe hören

Folkshilfe live erleben ist am Freitag, 10. April, um 20 Uhr im Posthof möglich.
Die EP "Seit a poa Tog" ist im Fachhandel und über die Homepage www.folkshilfe.at erhältlich.

Mathias Kaineder, Gabriel Haider und Florian Ritt (v. l.) treten seit zwei Jahren als Band Folkshilfe auf.

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