Raumforschung
Experimentieren in Höf 15

Michael Hackl und Romi Feist
  • Michael Hackl und Romi Feist
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  • hochgeladen von Gernot Fohler

OBERNEUKIRCHEN (fog). Was hat ein renovierungsbedürftiger Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert in der Ortschaft Höf mit der Zukunft zu tun?
Sehr viel, meinen seine Bewohner Romi Feist und Michael Hackl. Die beiden haben den "Urzenhof" seit zirka 1,5 Jahren in Miete.

"Wir waren auf der Suche nach Raum und Entfaltung", erklärt die 37-Jährige mit DDR-Wurzeln, die ihr nicht anzumerken sind. Sie studierte an der Linzer Kunstuni Raum- und Designstrategien und bezeichnet sich selbst als Raumforscherin & Visonautin. "Wir haben uns angesehen, welches Potenzial der Hof und die Umgebung bieten. Es ist unser Höf-15-Potenzial-Areal." Die beiden gehen davon aus, dass wir in Zukunft sehr viel mehr Zeit haben werden durch die Entwicklung der modernen Technik und künstlichen Intelligenz und so suchen sie nach Betätigungsfeldern. "In 20 Jahren fallen 20 Prozent der Arbeitsplätze weg", ist Querdenker Michael Hackl überzeugt.

Verein & Experimente

Die beiden gründeten den Verein "Zentrum für kulturelle Raumgestaltung & Freiheitsforschung" und experimentieren in mehrere Richtungen. Selbstversorgung war auf dem "Urzenhof" von Anfang an ein großes Thema. Da machten sie vermutlich ähnliche Erfahrungen wie jeder "Städter", mit Erfolgserlebnissen und Scheitern. Die angestrebte vollständige Autarkie mit Permakultur, etc. ist ihnen noch nicht ganz gelungen. "Natürlich müssen wir noch Strom beziehen", sagt Hackl. Der 36-Jährige ist ein gelernter Versicherungskaufmann, der ursprünglich aus Haslach stammt. Später hat er auch Computer programmiert und ist generell ein Tüftler. Er baute sich selbst eine fünf Kilogramm schwere Drohne und hält auch "Drohnen-Kurse" am Hof ab. Auch an einem Generator bastelt Hackl.

Wanderweg & Jausenstation

Die beiden entdeckten bei ihrer "Forschung", dass sie direkt an einem beliebten Wanderweg liegen und eröffneten eine "Verweilstation". Inzwischen bietet das Pärchen eine Jause für acht Personen an und sie haben eine Übernachtungsmöglichkeit in den bereits renovierten Räumen. Am 11. Mai wird auch der neue Rastplatz direkt beim "Urzenhof" am "Kraft-Quelle-Baum"-Wanderweg um 13 Uhr offiziell eröffnet. Entschleunigen auf dem Land ist ja momentan hip. Auch mit Naturfarben experimentieren sie, inklusive Naturfarbengarten. Von 5. bis 7. Juli findet am Hof ein Workshop mit Naturfarbenexpertin Christiane Seufferlein statt.
Den Aussteiger-Stempel lassen sich die beiden nicht aufdrücken: "Wir sind keine Aussteiger, sondern Einsteiger. Wir wollen im Sinne der Gemeinschaft ein gutes Leben führen", sagt die Künstlerin. Auch zum Ortsentwicklungsverein "Herzhaftes Höf" hätten sie ein gutes Verhältnis.

Mehr Infos zum Verein: www.hoef15.at

Autor:

Gernot Fohler aus Urfahr-Umgebung

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