Johanna Dumfart
"Fühle mich hier einfach daheim"

Johanna Dumfart ist leidenschaftliche Musikerin.
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  • Foto: Marco Riebler
  • hochgeladen von Veronika Mair

Johanna Dumfart kam schon als Kind mit der Volksmusik in Berührung.

EIDENBERG (vom). "Ich würde sagen, Volksmusik ist mein Leben", erzählt Johanna Dumfart. Der Eidenbergerin wurde die Liebe zur Musik schon in die Wiege gelegt.
Ihre Eltern sind beide Vollblutmusikanten. "Mein Bruder und ich waren schon im Bauch auf Volksmusikseminaren dabei und das hat sich unser Leben lang so durchgezogen. Da kann man gar nicht anders, als selbst Musikant zu werden", sagt Dumfart. Seit September 2018 ist die 30-Jährige Professorin für Diatonische Harmonika am Tiroler Landeskonservatorium. "Mein Wunsch war eigentlich immer nur, dass ich Musik machen will. In welcher Form – darüber hab ich mir lange gar keine Gedanken gemacht." Eines ergab das andere und so studierte Dumfart an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz sowie am Mozarteum Salzburg. "Eigentlich um der Musik Willen und nicht mit dem Ziel, Berufsmusikerin zu werden", erzählt die Eidenbergerin.

Mit der Stimme berühren

Dumfarts Liebe gehört aber nicht nur der steirischen Harmonika. "Mein Lieblingsinstrument ist und bleibt die Stimme. Mit keinem Instrument hat man so viel Ausdrucksmöglichkeiten. Das wird mir immer mehr bewusst die letzten Jahre." Zu hören ist die Musikerin unter anderem in Ensembles wie dem Dumfart Trio, dem Mühlviertler Quintett, Foabnspü, Flachviertler Musikanten, Mühlviertler Dreier oder Tschejefem. "Ich genieße die Freundschaften, die Bekanntschaften, das gemeinsame Musizieren. All das hat etwas mit einem Lebensgefühl zu tun, welches mir einfach gefällt und daher fühle ich mich hier einfach 'daheim'", so Dumfart.

Vielschichtige Vorbildrolle

Neben ihrer Unterrichtstätigkeit am Konservatorium ist Johanna Dumfart auch Organisatorin bzw. Gründerin der Kinder- und Jugendvolksmusiktage. Außerdem referiert sie regelmäßig bei Volksmusik- und Jodlerworkshops. Nicht umsonst gilt sie in ihren jungen Jahren schon als Ikone, auch wenn aus ihrer Sicht der Begriff unpassend sei. "Solch einen Titel verdienen in der Volkskultur ganz andere Menschen – Legenden, die nicht mehr für sich selbst werben können und die unsere Volksmusik dahin gebracht haben, wo wir sie heute weitertragen dürfen."

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