Bezirksabfallverband
"Gelber Sack" kommt fix im ganzen Bezirk im ersten Quartal 2020

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Der Bezirksabfallverband (BAV) löst die Müllsammelstellen auf und entschied sich für Einführung des Gelben Sackes ab 1. Quartal 2020.

LICHTENBERG (fog). Der Vorstand des BAV beschloss Anfang September mehrheitlich (9:2) die Einführung des sogenannten "Gelben Sackes". Das heißt, die Sammelstellen für Kunststoffe und Metall gibt es dann im gesamten Bezirk nicht mehr. Die leeren Gelben Säcke werden den einzelnen Haushalten im ersten Quartal zugestellt. Alle sechs Wochen werden die Gelben Säcke, welche die Konsumenten mit Kunststoffen und Metall befüllen sollen, dann abgeholt. BAV-Vorsitzende Bürgermeisterin Daniela Durstberger und BAV-Geschäftsführer Johannes Wipplinger begründen den Schritt, dass das Sammelsystem öffentlicher Standplätze nicht funktioniert hätte. Gründe gäbe es einige laut BAV: Vermüllungen und illegale Ablagerungen bei Sammelinseln, Mülltourismus, der Fehlwurfanteil bei Kunfstoffcontainern lag bei einem Drittel und der hohe Kostenfaktor. Darüben stellen fünf der sechs angrenzenden Bezirke ebenso auf den "Gelben Sack" um oder haben ihn bereits, vor allem auch Linz. Durstberger wies darauf hin, dass manche Gemeinden die Auflösung der Sammelinseln im Gemeinderat beschlossen hätten. Aber: "Die Entscheidung über die Auflösung liegt aber beim Bezirksabfallverband selbst."

Kein weiteres ASZ

Die bestehen Altstoffsammelzentren (ASZ) werden künftig stärker beworben und es wird Belohnungen für häufer Nützer geben. Ein Drittel der Urfahraner nützt derzeit die 14 ASZ in den 27 Gemeinden. "Es wird kein weiteres ASZ im Bezirk geben", sagt Durstberger, weil UU gegenüber anderen Bezirken gut ausgestattet sei. Der Standort des ASZ Walding, den auch Ottensheimer benützen sollen, sei "nicht ideal", sagen Durstberger und Wipplinger. An der B127 zwischen Walding und Ottensheim wäre das ASZ besser angesiedelt, meinten beide.

Kritik und Skepsis

Obwohl der BAV sagt, dass Gemeinden und Bürger den "Gelber Sack" gefordert hätten, gibt es auch Befürworter der Sammelinseln. Der Ottensheimer SPÖ-Gemeindevorstand Franz Bauer ist der Ansicht, dass die Umstellung "ein Kniefall der Politik vor der Wirtschaft" sei. Er meint damit, dass das Entsorgungsproblem statt beim Handel beim Konsumenten abgewälzt wird. "Das richtet sich gegen den Konsumenten." Martin Seidl von der SPÖ Gallneukirchen merkt zum Abholintervall des "Gelben Sackes" an: "Persönlich werde ich aufgrund des Abholintervalls von sechs Wochen ohnehin weiterhin unser ASZ besuchen, da bei mir in der Familie so ein Sack in zirka 14 Tagen voll wird."

Autor:

Gernot Fohler aus Urfahr-Umgebung

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