Pilotprojekt
Gesunder Start für den Nachwuchs

Beim gemeinsamen Zubereiten der Jause lernen die Kinder selbständiger zu werden und bekommen Selbstvertrauen.
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  • Beim gemeinsamen Zubereiten der Jause lernen die Kinder selbständiger zu werden und bekommen Selbstvertrauen.
  • Foto: Krabbelstube Lichtenberg
  • hochgeladen von Veronika Mair

Auf das Vorzeigeprojekt "Gesunder Kindergarten" folgen nun auch schrittweise die Krabbelstuben.

LICHTENBERG (vom). Die frühe Kindheit ist eine wichtige Basis für den späteren Gesundheitszustand und das Wohlbefinden Erwachsener. Die Erfahrungen dieser Zeit prägen nachweislich das spätere Leben. Daher startete Gesundes Oberösterreich im Herbst in elf Einrichtungen quer durchs Land das Pilotprojekt "Gesunde Krabbelstube". Eine davon befindet sich in Lichtenberg. "Das Siegel 'Gesunde Krabbelstube' ist für uns eher ein formelles Zeichen. Wir haben schon immer großen Wert auf einen gesunden Alltag gelegt. Das meiste aus dem Kriterienkatalog war daher selbstverständlich", erklärt Leiterin Erika Buchner. Derzeit werden in Lichtenberg in zwei Gruppen jeweils rund zehn Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren betreut. "Bei Bedarf könnten wir noch zwei weitere Gruppen unterbringen", so Buchner.

Jeden Tag gesunde Jause

Der Kriterienkatalog wurde vom Land OÖ in Zusammenarbeit mit Pädagogen erstellt und umfasst sechs Bereiche (siehe unten). Ein besonderer Schwerpunkt ist die Ernährung: "Bei uns gibt es jeden Tag eine gesunde Jause", erzählt Buchner. Dabei hängt im Vorraum der Krabbelstube eine Liste mit Zutaten die benötigt werden, wie beispielsweise Gurken, Tomaten, Brot oder auch Amarant. Die Eltern wechseln sich ab und kaufen die Sachen ein. "Das Konzept funktioniert gut und findet großen Anklang", sagt die Leiterin. Die gesunde Jause wird dann gemeinsam am Vormittag zubereitet. Die Kinder dürfen dabei natürlich helfen, soweit es ihrem Alter entsprechend schon möglich ist. Das Mittagessen kommt direkt von nebenan aus der Schulküche, welche das Gütesiegel "Gesunde Küche" trägt. Zu trinken gibt es Wasser, Milch und ungezuckerten Tee. "Für die Kinder ist es ganz normal, sie gewöhnen sich sehr schnell daran. Oft wollen sie dann nicht mal mehr zuckerhaltige Getränke." 

Bewegung draußen und im Turnsaal

Ein weiterer Punkt, auf den die Lichtenberger großen Wert legen, ist Bewegung. "Wir sind täglich draußen im Garten unterwegs. Einmal pro Woche wandern wir gemeinsam mit dem Kindergarten in den Wald", so Buchner. Ansonsten stehen Besuche am Spielplatz oder bei naheliegenden Weiden von Schafen und Rindern am Programm. Zusätzlich können sich die Kinder einmal in der Woche im Turnsaal austoben. 
Grundsätzlich gibt es in der Krabbelstube einen geregelten Tagesablauf. "Wir richten uns aber so, dass es für jedes Kind passt", sagt Buchner. So kann es gerade bei den Jüngeren einmal passieren, dass es vor dem Mittagessen einschläft. "Hier muss man dann einfach auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingehen." Eine wichtige Rolle spielt für Buchner auch die Zusammenarbeit mit den Eltern. Neben Elternabenden finden auch gemeinsame Feste oder ein Workshop statt, bei dem Ideen fürs Jahr gesammelt werden. "Bei uns sollen sich alle wie Zuhause fühlen – Kinder und auch die Eltern", so Buchner.

Mehr zum Thema

In Urfahr-Umgebung sind bereits 19 Kindergärten dem Netzwerk „Gesunder Kindergarten“ beigetreten. Mit dem Pilotprojekt soll das Thema Gesundheit nun auch im Krabbelstubenalltag integriert und langfristig verankert werden.

Im Herbst 2019 starteten elf oberösterreichische Krabbelstuben als Piloteinrichtung das Projekt "Gesunde Krabbelstube". Zwei davon befinden sich in Urfahr-Umgebung, genauer gesagt in Lichtenberg und Herzogsdorf.

Insgesamt umfassen die Kriterien der Gesunden Krabbelstube folgende sechs Bereiche:

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Psychosoziale Gesundheit
  • Gesundheitskompetenz und Hygiene
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
  • Fortbildung und Vernetzung
Autor:

Veronika Mair aus Urfahr-Umgebung

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