Dächer-Dilemma
Hagelopfer fürchten den bevorstehenden Winter

Florian Steidl ist ein Hagelopfer aus Gramastetten
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  • hochgeladen von Gernot Fohler

Die kalte Jahreszeit beginnt und etliche Hagelopfer haben ihre undichten Dächer nur notdürftig abgedeckt.

GRAMASTETTEN. Die Eternitdächer der Reihenhaussiedlung an der Adresse Geizersgraben in Gramastetten sind seit dem schweren Hagelunwetter am 24. Juni dieses Jahres durchlöchert. Florian Steidl ist einer der Anrainer. Dass er den kommenden Winter mit einer Plastikplane auf dem Dach überstehen muss, ist ihm klar. "Der Dachdecker vermutet, dass sich März ausgehen wird."

Glücklicherweise haben die Reihenhäuser auch ein sogenanntes Kaltdach unter dem Eternitdach, aber bei einem Starkregen geht in manchen Häusern trotzdem die Nässe durch. Steidl bereitet sich bereits auf den Winter vor. Über seine Plastikplane kommen Querdachlatten, damit der Schnee auf der rutschigen Plane abgefangen wird. Ein weiteres Problem bereitet ihm Sorgen: "Wir wissen nicht, was wir von der Versicherung ersetzt bekommen."

Schuldach ist Totalschaden

Allein in Gramastetten gibt es Schätzungen, dass etwa 400 Hausdächer durch das Hagelunwetter beschädigt wurden. Feuerwehreinsätze gab es 230 an insgesamt 190 Objekten, aber bei Weitem nicht alle Hagelschäden wurden gleich gemeldet, erklärt Bürgemeister Andreas Fazeni (ÖVP).
Der Ortschef rechnet damit, dass es noch ein bis zwei Jahre dauern wird, bis alle Schäden behoben sind. Auch einige im Gemeindebesitz befindlichen Gebäude wurden beschädigt, wie zum Beispiel das Gramaphon-Dach, das zum Glück auch ein Kaltdach hat. Auch die Dächer der Stockhalle und des Rodlbads seien beschädigt. "Das Schuldach ist ein Totalschaden", so Fazeni. Der Turnsaal der Mittelschule wird ab 3. November wieder benützbar sein. "Wir hoffen, dass wir den Winter halbwegs gut überstehen", sagt der Gramastettner Ortschef.

Engpässe

330 Anfragen gab es beispielsweise bei der Firma Kapl Bau in Bad Leonfelden nach dem Unwetter. "Wir haben speziell zehn Leute nur für die Reparaturen der Hagelschäden abgestellt", sagt Geschäftsführer Alexander Gruber. Zum Teil haben alle Dachdecker mit Materialengpässen zu kämpfen und auch Gerüste sind Mangelware. Kapl Bau wird noch mindestens das ganze Jahr 2022 an den Schäden arbeiten, zum Beispiel an den Schuldächern der Gemeinden Hellmonsödt, Reichenau und eben Gramastetten.



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