Heimatverein als "Geburtshelfer" des SV Gallneukirchen

Bildungsfahrt zu einem Sprachkurs nach Linz in einem offenen Lkw.
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  • Bildungsfahrt zu einem Sprachkurs nach Linz in einem offenen Lkw.
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GALLNEUKIRCHEN (mawi). Der 1972 gegründete Heimatverein, der im Vorjahr das 40. Jubiläum feierte, hatte zwei Vorgänger. Schon 1924 wurde auf Betreiben von Professor Franz Jäger, Heimatforscher und Schriftsteller, der "Heimatverein Galli" gegründet. Große Ausstellungen von bäuerlicher Volkskunst und das achttägige Heimatfest 1927 waren die Höhepunkte. In der NS-Zeit kam jedoch der Verein zum Erliegen. Mit Datum 17. Jänner 1946 wurde der „Verein zur Förderung der Geselligkeit“ gegründet. Der Vereinsname wurde dann in „Bildungsverein“ abgeändert. Bildungsveranstaltungen wurden organisiert, so etwa Fahrten zu Steno-Kursen in Linz. Was nicht viele Gallneukirchner wissen: Der Sportverein Gallneukirchen, heute mit 2000 Mitgliedern und 15 Sektionen der größte des Mühlviertels, geht in seinen Wurzeln auf den Heimatverein, in den er mit seinen ersten Aktivitäten integriert war, zurück. Erst 1948 spalteten sich die sportlichen Belange mit der Gründung des SV Gallneukirchen ab. Auch nach dem Krieg war eine reiche volksbildnerische und kulturelle Tätigkeit zu verzeichnen, die jedoch mit dem Tod Franz Jägers im Jahr 1958 endete.

Am 29. Jänner 1972 übersiedelte das Gemeindeamt von der Dienergasse 2 in den Neubau an der Reichenauerstraße. Das leer stehende Haus in der Dienergasse wurde dem neu gegründeten Heimatverein als Heimathaus überlassen. Initiator und treibende Kraft war ÖR Hubert Mittermayr. 100 Mitglieder zählte der Verein. Zum Beispiel Ernst Meinhard war mit seinen handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten viele Jahrzehnte eine unentbehrliche Stütze. Seit Vereinsgründung ist Konsulent Wilhelm Mayrhofer im Vorstand tätig. Seit 20 Jahren leitet Konsulent Johann Hofstadler den Heimatverein.

Im Vorjahr, zum 40-jährigen Jubiläum des Heimatvereins, wurde im Heimathaus die viel beachtete Ausstellung „Religiöse Volkskunst” geboten. Ausgestorbene Handwerks- und Gewerbeberufe gibt es wieder von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag im Monat oder nach Terminvereinbarung zu sehen (Tel. 07235/64801) oder E-Mail: johann.hofstadler@aon.at

Autor:

Gernot Fohler aus Urfahr-Umgebung

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