30-Jahr-Jubiläum
JUZ Puchenau leistet seit drei Jahrzehnten top Jugendarbeit

<f>Jugendbetreuerin</f> Maria Egger, JUZ-Leiter Rene Bittricher und Bürgermeister Gerald Schimböck (v. l.).
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  • <f>Jugendbetreuerin</f> Maria Egger, JUZ-Leiter Rene Bittricher und Bürgermeister Gerald Schimböck (v. l.).
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Das JUZ Puchenau öffnete im Jahr 1989 seine Pforten. Die Jubiläumsparty steigt am 8. November.

PUCHENAU (fog). Lockte früher allein der Musiksender MTV, ungezwungene Atmosphäre, laute Musik und ein Billardtisch die Scharen ins JUZ, so sind es heute vielfach andere Dinge. Seit 1989 hat das Jugendzentrum Puchenau einen durchgehenden Betrieb. "Das ist selten", erklärt Bürgermeister Gerald Schimböck, der vor 30 Jahren der erste Leiter hier war, im Zuge eines Praktikums an der Sozialakademie (heute FH). Die Räumlichkeiten sind noch die gleichen und auch die Besucherzahlen sind mit 10 bis 25 Halbwüchsigen täglich etwa gleich geblieben.

Leitmedium Instagram

Aber: "Ein Flipperautomat reicht nicht mehr aus", weiß Rene Bittricher. Seit sechs Jahren leitet der erfahrene Jugendarbeiter inzwischen das JUZ. Natürlich werde auch Billard oder Tischtennis gespielt, aber zum analogen Raum ist der digitale Raum dazugekommen. Dieser mache 40 Prozent im Leben eines Jugendlichen aus, ist der JUZ-Leiter überzeugt. Das heißt, dass nicht nur neue Apps und elektronische Trends besprochen sowie Medienkompetenzen hier entwickelt werden, das natürlich auch. "Wir holen die Jugendlichen im digitalen Raum ab."
Vor allem mit "Instagram", derzeit das soziale Leitmedium, gelinge das gut. Eine JUZ-Event, so wie in den 80er- und 90er-Jahren, 14 Tage vorher anzukündigen, komme bei den Leuten kaum an. "Es reicht ein Instagram-Posting einen Tag oder manchmal sogar nur eine Stunde davor." Die Geschwindigkeit habe sich enorm erhöht. Das Publikum sei erheblich jünger geworden und liegt zwischen 11 und 14 Jahren. Gerade in diesem Alter sei es heute notwendig einen Raum zu bieten, "weil sie sonst isoliert in ihren Wohnzimmern sitzen".

Reiches Angebot

Und das Angebot für die Halbwüchsigen sei heutzutage gewaltig und mit früher nicht vergleichbar. "Jeden Tag hat ein Jugendlicher aus fünf Angeboten oder Events zu wählen", so Bittricher. Generell sei die Vielfalt der Lebensthemen breiter geworden. Die Themen Schönheitsideal, Fitness, Ernährung, Mobbing, Sexualität, beruflicher Werdegang und Süchte spielen eine starke Rolle und werden besprochen. "Burschen stehen z. B. zunehmend unter dem Schönheitsdruck und streben einen Waschbrettbauch an", erklärt der JUZ-Leiter. Es gibt etwa eine eigene Fitnessecke. Veranstaltungen, wie eine Liegestütz-Challenge, gemeinsames Kochen oder Fastfood auf gesunde Art würden gut ankommen.


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