Bahnübergang
Leises Hoffen auf Erhalt der Ausfahrt Schatzsiedlung

Andreaskreuz, Stopptafel und der Hinweis auf das Pfeifsignal des Zuges sind längst nicht mehr die neuesten Gefahrenzeichen vor einer Eisenbahnkreuzung, besonders in Verbindung mit einer vielbefahrenen Bundesstraße.
2Bilder
  • Andreaskreuz, Stopptafel und der Hinweis auf das Pfeifsignal des Zuges sind längst nicht mehr die neuesten Gefahrenzeichen vor einer Eisenbahnkreuzung, besonders in Verbindung mit einer vielbefahrenen Bundesstraße.
  • Foto: Wolfgang Reisinger
  • hochgeladen von Veronika Mair

FELDKIRCHEN/LACKEN (reis). Die Hoffnung lebt: Die von der Schließung bedrohte Eisenbahnkreuzung Ausfahrt Schatzsiedlung auf die B127 wird vielleicht doch nicht umgesetzt. Hart, aber fair und konstruktiv haben 200 Bürger aus Lacken bei der Infoversammlung Vertretern von ÖBB und Land ihre Meinung und ihre Argumente aufgetischt.

Zusammenhalt in der Bevölkerung

„Es war eine harte, offene Diskussion mit vielen Emotionen, in der die Leute aus Lacken die Sinnhaftigkeit der Ausfahrt mit guten Argumenten zu verteidigen wussten“, resümierte Bürgermeister Franz Allerstorfer (SP), der die Leitung des Abends übernommen hatte. „Die verantwortlichen Planer von ÖBB und Land haben von den Betroffenen aus erster Hand erfahren, was die Menschen im Ort wollen“, war auch Vizebürgermeister David Allerstorfer (SP) überwältigt vom eisernen Zusammenhalt in der Bevölkerung. Schon im Frühherbst 2019 überbrachten Vertreter aus Lacken dem Straßenbaureferenten Günther Steinkellner (FP) eine Liste mit 500 Unterschriften, in der sie die Beibehaltung der Ausfahrt fordern. Im Bereich Schatzsiedlung leben bereits mehrere hundert Meschen, mehr als 150 genossenschaftliche und private Wohnungen sind bereits in Bau oder fix geplant. Kommen also in ein paar Jahren mehr als 300 Einwohner hinzu. Deswegen wird in diesem Ortsteil von Landwirten sogar sein Biomasseheizwerk errichtet.

"Nachdenkpause" bis Anfang Juni

Beim der Infoversammlung am Abend vor Inkrafttreten der von der Bundesregierung erlassenen Beschränkungen stellten Martin Atzgerstorfer vom Planungsbüro Machowetz & Partner, Reinhold Entholzer und Hans Kepplinger von der ÖBB Infrastruktur AG und Thomas Ortmayr von der Planungsabteilung des Landes den Entwurf für die Ersatzstraße vor. Die Ausfahrt Unterlacken wird fast sicher abgebaut, die dortigen Bewohner erhalten eine Anschlussstraße in Richtung Schatzsiedlung.
Ergebnis des Abends: ÖBB und Land verordnen sich eine Nachdenkpause bis Anfang Juni. Die Leute in Lacken und auch die Gemeindevertreter hoffen, dass die Ausfahrt Schatzsiedlung nicht dem Rotstift zum Opfer fällt. Ein Um- und Ausbau dieser Eisenbahnkreuzung mit Sicherheitseinrichtungen kostet zwar Geld, auch der Bau einer Ersatzstraße ist nicht umsonst.

Fahrzeit verkürzen

Hintergrund für die Schließung von Eisenbahnkreuzungen auf der Mühlkreisbahn sind Pläne, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten. Damit beispielsweise die Bahn zwischen Kleinzell und Urfahr ab 2025 neun Minuten Fahrzeit (35 statt 44) einsparen kann, ist das Ausblenden sogenannter Langsamfahrstellen – und das sind in erster Linie Eisenbahnkreuzungen, die bloß mit einem Andreaskreuz gesichert sind.

Andreaskreuz, Stopptafel und der Hinweis auf das Pfeifsignal des Zuges sind längst nicht mehr die neuesten Gefahrenzeichen vor einer Eisenbahnkreuzung, besonders in Verbindung mit einer vielbefahrenen Bundesstraße.
Autor:

Veronika Mair aus Urfahr-Umgebung

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen