Strugl über Nordic Arena Hellmonsödt: "Sehr realistisch"

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BezirksRundschau: Am Sonntag findet die Kick-off-Veranstaltung für die geplante Nordic-Arena in Hellmonsödt-Oberaigen statt. Wie realistisch ist dieses Projekt?
Strugl: Aus meiner Sicht sehr realistisch. Vieles ist auf Schiene. Das technische Projekt ist in Ausarbeitung und wird mit dem ÖSV akkordiert. Andererseits ist es ein Projekt für den Breitensport, für die Vereine und Schulen im Großraum Linz. Bis Sommer ist alles fertig, um die Behördenverfahren einzuleiten.

Skeptiker sagen, es gibt noch keine einzige schriftliche Zusage von Ihnen oder vom Land OÖ für die Finanzierung der Errichtungskosten der Nordic-Arena. Warum nicht?
Das ist logisch, weil es auch noch kein Förderansuchen gibt. Sobald wir es haben, können wir starten und abwickeln wie jedes andere Infrastrukturprojekt. Ein wichtiges Signal für uns war die Zustimmung des Gemeinderats Hellmonsödt bei der Nordic Arena. In Sonnberg haben die Gemeinderäte bekanntlich kalte Füße bekommen.

Hellmonsödt-Oberaigen liegt auf einer Seehöhe von 769 bis 815 Metern. Ist die Lage für eine Nordic-Arena geeignet?
Wir haben die Klimaaufzeichnungen der letzten zehn Jahre dem Projekt zugrundegelegt. Wir haben ein Bild von den Klimaprognosen, Schneetagen und außerdem soll es eine künstliche Beschneiung geben.

Glauben Sie kann ein Verein oder überhaupt ein Privater dann so eine Anlage ohne Defizit betreiben? Die Langläufer bringen bekanntlich nicht das große Geld in die Region.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich das nicht rentieren kann. Da braucht man nur nach Schöneben schauen. Da ist eine unglaubliche Frequenz und der Langlauf boomt gewaltig. Ich bin davon überzeugt, dass so etwas im Zentralraum auch funktioniert. Das Projekt wird sich positiv auf die Wertschöpfung in der gesamten Region auswirken, zum Beispiel auf die Gastronomie. Aber natürlich verlange ich von den Betreibern einen genauen Businessplan. Es soll mindestens die schwarze Null geschrieben werden.

Kick-off-Event

Beim Kick-off-Event der Nordic Arena in Oberaigen (Gemeinde Hellmonsödt) wurde den Gästen und einigen Bürgermeistern der Region das geplante Projekt bzw. die Loipe vorgestellt. Darüber hinaus stand ein größer Unterhaltungsteil auf dem Programm, wie das Probeschießen mit einem Lasergewehr. Die Biathlon-Jugendweltmeisterin Anna Hufnagl begeisterte das Publikum mit ihrer Zielgenauigkeit. Die Firma Watzinger stellte Motorschlitten und ein Quad mit Raupenfahrwerk in der tiefwinterlichen Landschaft zur Verfügung. Und ein Langlaufbewerb durfte nicht fehlen. Gewonnen in der Staffel männlich hat das Team Peter Möllinger und Niklas Peil vor Manuel Schwendtner/Florian Koblmüller bzw. Klaus Fuchs-Eisner/Manfred Leitner. Der Mixed Bewerb ging an das Team Nathalie Schwarz/Matthias Enzenhofer vor den Teams Anja Grasböck/Robert Pytlik und Anna Hufnagl/Christian Schwendtner.

Nordic-Arena-Vereinsobmann Karl Raml konnte einige Bürgermeister der Region begrüßen, so z.B. den Hausherrn Jürgen Wiederstein und Vizebürgermeisterin Claudia Hammer, weiters die Bgm. Labg. Josef Rathgeb (Oberneukirchen), Daniela Durstberger (Lichtenberg), Roland Maureder (Zwettl), Josef Reingruber (Haibach) und Leopold Eder (Sonnberg).

Fotos (73): Herbert Schimbäck

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