Gemeinderat Feldkirchen
Widerstand gegen das Wohnbauprojekt "Feldkirchen West"

Hannes Roitner (l.) und Robert Gumpenberger stellen sich gegen das GIWOG-Projekt im Westen Feldkirchens.
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  • Hannes Roitner (l.) und Robert Gumpenberger stellen sich gegen das GIWOG-Projekt im Westen Feldkirchens.
  • Foto: Roitner
  • hochgeladen von Gernot Fohler

FELDKIRCHEN. In der Feldkirchner Gemeinderatssitzung am 10. Dezember könnte das Wohnbauprojekt "Feldkirchen West" gebremst werden, das die SPÖ forciert. Gegen diese Erweiterung im Westen treten nun vor allem die ÖVP und der ehemalige SPÖ-Vizebürgermeister und jetzt einfache Gemeinderat Robert Gumpenberger auf, der sich in diesem Fall gegen die SPÖ Feldkirchen stellt (15 SPÖ, 9 ÖVP, 6 FPÖ und 1 Gumpenberger).

ÖVP dagegen

ÖVP-Gemeindevorstand und Architekt Hannes Roitner kritisiert an dem Bauvorhaben die "mangelnde Objektivität". Die Bebauungspläne seien nicht von unabhängigen Ortsplanern erstellt und auch nicht von der Gemeinde beauftragt und bezahlt worden, sondern von der Genossenschaft Giwog selbst. Gemeindeinteressen kämen dabei zu kurz. Roitner sieht noch viele weitere Probleme, wie zum Beispiel "keine wirksame Höhenbeschränkung", "sehr hohe Dichte", "eine Vielzahl an Engstellen für den Verkehr", "Überforderung der Infrastruktur" sowie zu viele Wohneinheiten und daher die "Gefahr einer Ghettobildung". Widerstand gegen die Ortserweiterung im Westen kam auch von der "Bürgerplattform für nachhaltige Ortsentwicklung in Feldkirchen".

Gumpenberger: "Mit der Brechstange"

Keine persönlichen Rachegelüste gegen die SPÖ, sondern "Argumente auf Sachebene" hätten Robert Gumpenberger dazu bewogen, nun gegen das Giwog-Projekt zu sein. Es hänge nicht damit zusammen, dass er von der SPÖ nicht als Bügermeister-Nachfolger von Franz Allerstorfer nominiert wurde, betont Gumpenberger. Dem Mandatar gehe es "um die Erweiterung mit Maß und Ziel und nicht mit der Brechstange. Das überfordert die Infrastruktur und die Bevölkerung". Gumpenberger verlangt abermals eine Volksbefragung. Im August 2020 wurde eine Volksbefragung zu dem Thema mit 25 zu 6 Stimmen abgelehnt (wir berichteten).

Allerstorfer: "Nicht überstürzt"

Bürgermeister Allerstorfer entgegnet den Projekt-Kritikern, dass von dem fünf Hektar großen Areal, 40 Prozent nicht verbaut werden würden. Auch der Umsetzungshorizont sei nicht überstürzt, sondern in den nächsten 40 Jahren gäbe es vier Bauabschnitte. Darüber hinaus müsse die Giwog eine Umfahrungsstraße errichten. Geplant seien auch nicht ausschließlich Wohnblöcke, sondern insgesamt 230 unterschiedlich große Wohneinheiten, von Doppelwohnhäusern bis zu kleineren Wohnungen. In den Bebauungsplan des Architekturbüros Kleboth & Steger seien "Interessen der Bürger eingeflossen", so Allerstorfer, der hinzufügt: "Roitner war vor Kurzem noch dafür". Bei Gumpenberger vermutet der Ortschef "persönliche Interessen". Allerstorfer ist gegen eine Volksbefragung, "weil im Jahr 2013 sich der Gemeinderat einstimmig für eine Ortserweiterung im Westen ausgesprochen hat".

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