Sterngartl/Gusental
"Worst-Case" bei Datenversorgung ist eingetreten

 „Datennetz und Mobilfunk sind Lebensadern“, so Bürgermeister Josef Reingruber
  • „Datennetz und Mobilfunk sind Lebensadern“, so Bürgermeister Josef Reingruber
  • Foto: Gemeinde Haibach
  • hochgeladen von Veronika Mair

BEZIRK. Mit der Krise haben nicht nur viele Behörden sondern auch Firmen laut Vorgabe der Regierung Home-Working verordnet sowie Schulen ihre Studenten und Schüler in die digitale Welt entlassen. Das Worst-Case Szenario das „teilweise nichts mehr geht“ ist nicht nur in den Randortschaften der Gemeinden Haibach, Hellmonsödt, Altenberg, Ottenschlag und Alberndorf sondern auch in anderen ländlichen Gebieten eingetreten. Viele persönliche Anrufe und Mails beklagen die schlechte Anbindung an Internet und Mobilfunk.

Notruf war nicht möglich

Tobias Pöppl aus Baumgarten, Gemeinde Haibach bringt es auf den Punkt: „Es ist einfach nicht möglich, ordentlich Home-Office sowie Telefonate durchzuführen, weil der Empfang gleich Null ist! Anfangs haben wir uns damit arrangiert. Als ich jedoch vor kurzem einen Notruf wählen musste, weil es meiner Freundin von Minute zu Minute schlechter gegangen ist, und ich nicht einmal eine Notrufnummer wählen konnte, platzte mir fast der Kragen“. Obwohl man laut Bürgermeister Josef Reingruber aus Haibach nachweislich dieses Szenario an die zuständigen Politiker und Mobilfunkbetreiber schriftlich und mündlich mehrmals deponiert hätte, wird dieses Problem wie eine heiße Kartoffel herumgereicht. „Hier nehme ich die Politik nicht heraus. In Sonntagsreden wird die heile Welt im ländlichen Raum versprochen. Daten folgen aber nicht.“ In dieser Region mit rund 1.000 Einwohnern und vielen Betrieben ist man zum Teil mit weniger als 1 Mbit im Datennetz sondern auch mit der Mobilfunktelefonie unterversorgt.

Kein Interesse an gemeinsamer Nutzung

Für Mobilfunk würde sich eine Lösung finden lassen. Ein Behördenmast des Landes wurde in dieser Region errichtet. „Hier kritisiere ich stark, dass beim Bau dieses Senders durch das Land OÖ. nicht einmal Leerrohre mitgelegt wurden geschweige denn überhaupt Kontakt mit Mobilfunkanbietern bezüglich gemeinsamer Nutzung aufgenommen wurde", kritisiert Reingruber massiv. Der Staat ist bei der Telekom Miteigentümer und schaut zu. „Ja sobald man an der Börse ist, gelten andere Regeln auch wahrscheinlich wo der Gewinn verbaut wird“, vermutet Reingruber. Die Grundversorgung der Staatsbürger wäre dabei oberstes Gebot.

Termin im Büro Köstinger

Große Hoffnung gibt es wenigstens bei der Breitbandversorgung dieses Gebietes. Die intensiven Bemühungen der Gemeinden, der Bürger sowie eine Partnerschaft die vor einem Jahr mit Liwest eingegangen wurde, trägt Früchte. Das gut aufbereitete und eingereichte Projekt mit genügend Verträgen für einen Bereich von rund 600 Haushalten bekam kürzlich in Wien grünes Licht zur Förderung. Auch bei der Frage wie geht es mit der Mobilfunkanbindung weiter, bleibt Bürgermeister Reingruber gegenüber der Redaktion nicht mutlos: „Endlich hat uns das Büro von Ministerin Elisabeth Köstinger einen Termin für Vertreter der betroffenen Gemeinde angeboten. Vielleicht kommen wir da zu einer Lösung.“ Aufgrund der angespannten Corona-Krise wird dieser sicher nicht vor Mai stattfinden.

Jetzt Stellungnahme abgeben

Reingruber möchte aber über die Bezirksrundschau betroffene Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer und Dienstleister dieser Region aufrufen ihre Meinung kundzutun. "Mit einer großen Mappe an unzufriedenen Nutzern – und die gibt es zu Hauf – wollen wir die Politik in Wien überzeugen." Er richtet daher einen Appell an Bürger seiner Gemeinde und darüber hinaus: „Bitte schickt ein Mail an bgm.reingruber@haibach.at oder an das jeweilige Gemeindeamt oder den zuständigen Bürgermeister. Alle schriftlich eingelangten Mails oder persönlich abgegebene Stellungnahmen werden in Wien der Ministerin überreicht und gehen auch an den Landeshauptmann. „Vielleicht ist diese Krise eine Chance um rascher den ländlichen Raum flächendeckend nachzurüsten. China bzw. Südkorea haben die Krise insofern gut gemeistert weil diese in Sachen Breitband-Versorgung mit rund 15 Megabit pro Sekunde und Haushalt schnellere Verbindungen zum Datennetz haben", so abschließend der Bürgermeister.


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