Písek – Bad Leonfelden
Zwei Städte lernen sich kennen

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PÍSEK/BAD LEONFELDEN (fog). Kleinbürgerlich, ein schön restaurierter Stadtkern, an den Rändern teils noch Ostblock-Charme, aber auch Zentren mit modernster Technologie: So präsentierte sich die 30.000-Einwohner-Stadt Písek in Südböhmen einer Bad Leonfeldner Abordnung. Rund 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs arbeiten die künftigen Partnerstädte Písek und Bad Leonfelden im Rahmen des EU-Interreg-Programms gemeinsame Aktionen und Projekte in den Bereichen Kultur, Sport, Wirtschaft, Tourismus und öffentliche Verwaltung aus. Einiges ist schon geschehen.
Der Besuch startete in der sehenswerten Píseker Stadtbibliothek – eine frühere Schule aus dem 19. Jahrhundert, die restauriert und mit modernen Elementen erweitert wurde. "Sogar Studenten aus Budweis nützen diese Bibliothek", erklärte der Direktor des Hauses bei einem Rundgang. Bildung scheint in der Kleinstadt, in der es fast 1.000 Mittelschüler gibt, eine wesentliche Rolle zu spielen.

Steinerne Brücke und Mälzerei

Wie nicht anders erwartet, wird in Písek Bier gebraut. In der örtlichen Brauerei (=Písecký Pivovar) wurde auch Gulasch für die Mühlviertler gekocht. Bis 1973 gab es in der Stadt auch eine eigene Mälzerei, d. h. Malz zum Bierbrauen wurde dort produziert. Die Mälzerei ist heute eine mehrstöckige Kinder-Erlebniswelt. Die größte Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Steinbrücke am Fluss Wottawa (=Votava), die der Karlsbrücke in Prag ähnelt. Sie soll sogar älter als die Karlsbrücke sein und aus dem 13. Jahrhundert stammen. Die Leonfeldner besichtigten die Stadt in einzelnen Interessensgruppen mit den Schwerpunkten Soziales, Umwelt und Tourismus.
Interessant war die Diskussion mit dem örtlichen Tourismus-Chef Michal Jánsky. Elisabeth Haiböck erklärte, wie der Tourimus in Oberösterreich bzw. Bad Leonfelden aufgebaut ist. In Tschechien würde ein Tourismusgesetz fehlen, das die Verteilung der Gelder genau regelt, meinte Jánsky. Während der Tourismus hier noch im Aufbau ist, haben es die Píseker aber ausgezeichnet verstanden EU-Fördermittel für Tourismus-Projekte zu lukrieren.  

Big Data & Smart City

Eindruck machte auf die Leonfeldner das neue Technologiezentrum, das sich auf einem ehemaligen Kasernengelände befindet. Der Fokus liegt auf Big Data und Smart City. Mit Datensammlungen und modernster Computertechnologie sind sie auf dem Weg das Leben in Písek nachhaltig zu verbessern und effizienter zu gestalten. Einige Beispiele präsentierten sie den Mühlviertlern, etwa im Bereich Energie, Wasser, Buslinien, Parkplätzen oder Fahrradverleih.

Autor:

Gernot Fohler aus Urfahr-Umgebung

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