Zwettl kürzt Angebote im Eltern-Kind-Zentrum

ZWETTL (fog). Die Abgangsgemeinde Zwettl habe sich das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) Mosaik in der bisherigen Form nicht mehr leisten können, erklärt Bürgermeister Roland Maureder (ÖVP). Daher wurde die Zusammenarbeit mit der SPÖ-nahen Familienakademie schon im Sommer vom Gemeinderat mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ nicht mehr gefördert.  "Obwohl die Familienakademie ihre Arbeit gut gemacht hat", betont Maureder. Der ÖVP-nahe Familienbund hat jetzt vor Kurzem den Zuschlag bekommen, das EKiZ ab 1. Jänner 2018 zu führen, vermutlich unter einem anderen Namen. Die Angebote für die Eltern seien dann nicht mehr so reichhaltig wie bisher, gibt der Bürgermeister zu. Bei der nun "abgespeckten" Version ist Zwettl eine Filiale von Gramastetten. Eine Mitarbeiterin ist fünf Wochenstunden vor Ort. Heftige Kritik kommt vom Zwettler SPÖ-Fraktionsvorsitzende Herbert Enzenhofer. Er spricht von einer "Umfärbe- und Sparaktion auf dem Rücken von Familien".

Ursprünglich Drittelfinanzierung

Eine Mehrheit im Zwettler Gemeinderat war nicht mehr bereit 24.000 Euro im Jahr weiterzufinanzieren. Vor 15 Jahren war noch eine Drittelfinanzierung zwischen Land, Familieakademie und Gemeinde von jeweils 8.000 Euro vereinbart worden, aber letztendlich blieb nur mehr Zwettl übrig.
Das Land OÖ schlug 2016 im Prüfbericht vor nur 9.000 Euro für eine derartige Familieneinrichtung auszugeben. Weil keine Institution um 9.000 Euro einsteigen wollte, bekam der Familienbund um 14.000 Euro den Zuschlag.

Demo vor dem Landhaus

Obwohl die Entscheidung des Zwettler Gemeinderates gegen das EKiZ der Familienakademie nicht dem neuen Stelzer-Haimbuchner-Sparkurs zuzurechnen ist, es rumort derzeit in Sachen Kindergartengebühren und Elternbildung.
Die Kinderfreunde kritisieren das Ende ihrer Eltern-Aktiv-Seminare. Ab 2018 werden sie nicht mehr von der Kinder- und Jugendhilfe des Landes gefördert. Auch in Zwettl waren drei Eltern-Aktiv-Abende angeboten worden. "Mehr als 400 Eltern im Mühlviertel werden mit ihren Erziehungsproblemen alleine gelassen", ärgert sich Alexander Starzer von den Kinderfreunden. Am Donnerstag, 23. November, um 16 Uhr organisiert die Daseinsgewerkschaft eine Demonstration vom dem Linzer Landhaus. Es gibt auch eine Unterschriftenliste der Kinderfreunde gegen die Kindergartengebühren.

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