"Da wird es oft tuschen"

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PUCHENAU. 455 aufgebrachte Puchenauer unterschrieben gegen die geänderte Vorrangregel bei der Kreuzung Großambergstraße/Schloßweg neben dem Café Pühringer. Fahrzeuge von der Großambergstraße kommend in Richtung Rohrbacher Bundesstraße (B127) fahrend, sind seit Kurzem abgewertet. Der Puchenauer Norbert Kaimberger übergab Bürgermeister Wolfgang Haderer die Unterschriftenliste in der Gemeinderatssitzung am 10. Oktober. Hauptargumente der Protestierenden: "Die regionale Verkehrsader Großbambergstraße hat jetzt Nachrang gegenüber der Sackgasse Schloßweg", so Kaimberger. Vor allem fürchtet der Puchenauer, dass eine Unfallhäufungsstelle produziert worden sei. "Da wird es oft tuschen", "Der Schloßweg ist kaum einsehbar", "Da fehlt der Hausverstand" und "Im Winter ist die Straße eine Rutschbahn", heißt es in der Protestschrift. Martin Gabriel, Hans Kaltenberger, Georg Schwarz und Hubert Kepplinger sammelten die Unterschriften.

Verkehrsexperte empfahl Vorrangänderung

"Wir haben den Vorrang ändern lassen, da die 30-km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Großambergstraße nicht eingehalten wurde. Fußgänger und vor allem Kinder auf dem Schulweg sind bei dieser Kreuzung gefährdet gewesen", so Bürgermeister Haderer. Weil ein Fußgängerübergang an dieser Stelle nicht genehmigt wird, hatte der Gemeinderat mit drei Gegenstimmen (Gerald Schimböck, Josef Grubmüller und Peter Schürz) die neue Vorrangregel beschlossen. "Ein Verkehrsexperte des Landes sagte, dass eine Vorrangänderung hier gescheit wäre", so der Ortschef. Eine Verkehrszählung des Landes ergab, dass in der Woche zwischen 15. und 22. Dezember 2011 die Großambergstraße 1069 Fahrzeuge benützten und den Schloßweg 939 Fahrzeuge. Haderer: "Laut dem Verkehrsexperten seien das praktisch gleich viele Fahrzeuge. Also könne man den Vorrang auch umdrehen." Norbert Kaimberger kritisiert, dass die Woche vor Weihnachten nicht gerade repräsentativ für eine Verkehrszählung sei und außerdem sind durch den Schneefall einige nicht über die bergige Route gefahren. "Die Großambergstraße ist aber normalerweise eine überregionale Straße mit Verbindung nach Lichtenberg und Linz. Außerdem ist sie die Ausweichstrecke bei Staus durch Unfall, Felsräumarbeiten und Verkehrsüberlastung auf der B127."
Zum Schutz der Kinder wäre es sinnvoller gewesen, meinen die Protestierenden, wenn sie den Gehweg auf der Großambergstraße auf die andere Seite verlegt hätten. Auch eine leichte Anfräsung des Asfalts hätte die Pkw-Fahrer durch die Abrollgeräusche zum Abbremsen bewegt, heißt es weiters in der Protestschrift.

"Lassen uns vom Ärztehügel nicht diskriminieren"

Kaimberger betont, dass nicht nur Bürger von der Koglerau, Großambergstraße oder Hochfeld unterschrieben hätten, sondern auch von der Kainzenbergerstraße und vom Schloßweg, die jetzt Vorrang haben. Außerdem hätten parteienübergreifend Leute bei der Unterschriftenaktion mitgemacht. Kaimberger: "Sogar Gemeinderäte, die in der Sitzung für die Vorrangänderung gestimmt haben." Kaimberger & Co wollen, dass die Gemeinderäte den Beschluss rückgängig machen. Darüber hinaus haben sie den Verdacht, dass Bewohner des Sonnfelds, des sogenannten "Ärztehügels", hinter dieser Vorrangänderung stehen. "Wir lassen uns vom Ärztehügel nicht diskriminieren."
Auch der Altbürgermeister Fritz Gabriel schaltete sich ein: "Ich habe den Bürgermeister vor dem Aufstellen der Verkehrstafeln gewarnt, dass eine Unterschriftenaktion im Gange ist." Bürgermeister Wolfgang Haderer will im November (noch kein genauer Termin) einen Info-Abend zum Thema veranstalten. Haderer: "Wir nehmen die Bürgerproteste sehr ernst."

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