Johannes Dietrich
Große Schwimmkarriere geht zu Ende

Johannes Dietrich
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GALLNEUKIRCHEN/LINZ. Er ist noch einer, der zu der einstigen Schwimm-Großmacht Gallneukirchen gezählt wird: Johannes Dietrich. Der 27-jährige internationale Brustschwimmer und 21-fache Staatsmeister beendet nun seine Karriere. "Der Hauptgrund ist, dass ich mich die letzten drei bis vier Jahre nicht mehr gesteigert habe, obwohl ich trainiert habe wie ein Verrückter." Hinzugekommen sind auch Probleme mit der Schulter und dem Schlüsselbein. Elf Jahre lang hat er nach seinen Anfängen beim SV Gallneukirchen im Linzer Leistungszentrum trainiert. Beinahe täglich von 7 bis 9 Uhr und von 16 bis 18 Uhr ist er geschwommen – von 9 bis 11 Uhr machte er Krafttraining. "Jahrelang hat es Spaß gemacht, aber in den letzten Jahren nicht mehr." Seit sechs Jahren studiert er Jus. Die Doppelbelastung sei auch nicht einfach gewesen.

Über die 100 und 200 Meter Brust galt der gebürtige Gallneukirchner in Österreich jahrelang als unschlagbar. 19 seiner 21 Staatsmeistertitel holte er in diesen Klassen, zwei über 50 Meter Brust. Bei seinen EM-Teilnahmen 2015, 16, 18 und 19 und der WM-Teilnahme 2016 landete er im Mittelfeld. Sein bestes Jahr war 2016, als bei der EM überraschenderweise 14. und 15. wurde und bei der WM auf Platz 20 landete.

Anfänge in Gallneukirchen

Gerne, aber auch mit Wehmut denkt Johannes Dietrich an seine Gallneukirchner Anfänge zurück. Zwölf Jahre lang ist er hier geschwommen. Zum Askö Steyr hätte er niemals gewechselt, wenn nicht die Schwimmsektion des SV Gallneukirchen, nach der Schließung des Hallenbads 2013, aufgelöst worden wäre. 40 Jahre lang hatte es den Schwimmclub gegeben. "Das war wie eine große Familie. Das hätten wir Jungen weiterführen können. Einen Verein neu aufbauen, ist schwierig." Besonders bedanken möchte sich der Spitzenschwimmer bei seinen ehemaligen Gallneukirchner Trainern Wilhelm Rainisch und Gerhard Raml, die ihn jahrelang gefördert hatten. "Sie haben viel Freizeit und Urlaube für uns geopfert. Das weiß ich erst heute zu schätzen." Der heute in Linz-Urfahr Lebende kann sich vorstellen später einmal nebenbei Trainer zu werden. Mit großem Interesse verfolgt er auch die unendliche Geschichte mit dem Gallneukirchner Hallenbad.

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