Urfahraner Fußballer-Legenden
Rudi Pichler war nur mit Fouls zu stoppen

Rudi Pichler (l.) im Spiel gegen Edelweiß Linz Ende der 80er-Jahre.
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  • Rudi Pichler (l.) im Spiel gegen Edelweiß Linz Ende der 80er-Jahre.
  • Foto: Pichler
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Aus der Reihe Urfahraner Fußballer-Legenden stellen wir Rudi Pichler von Union Schweinbach vor.

ENGERWITZDORF. Noch heute kommen sie in Schweinbach ins Schwärmen, wenn sie über den schnellen Rudolf Pichler reden. Es gab Saisonen, da wurde fast in jedem Spiel ein Elfmeter für Schweinbach gepfiffen, weil der Stürmer aufgrund seiner Schnelligkeit nur mit Fouls zu stoppen war. Ab 1983 spielte der heute 55-Jährige in der Kampfmannschaft und bereits in der Saison 1984/85 stieg Union Schweinbach in die Bezirksliga Nord auf. Zu Pichlers aktiver Zeit waren die Schweinbacher über längere Zeit eine gestandene Bezirksliga-Mannschaft – heute spielen sie ja eine Klasse niedriger.

Vereinstorschützenkönig

Neben dem schnellen Goalgetter kickten in dieser Ära unter anderem Franz Plank, der nach seinem Engagement bei SK Voest Linz seine Karriere in Schweinbach ausklingen ließ oder die drei Pühringer-Brüder. Pichler war mehrmals Vereinstorschützenkönig. In der Saison 1992/93 gelangen ihm gleich 15 Volltreffer. Sein wichtigstes Tor, "ein Traumtor", wie er selbst sagt, schoss er im Aufstiegsduell gegen das punktegleiche Team von Gutau im Jahr 1985. Schweinbach gewann dieses Spiel auswärts mit 2:0, obwohl in den Reihen der Gutauer ein paar ehemalige Fußballgrößen, wie zum Beispiel Leo Kiesenhofer (früher SV Ried), standen.

Heiße Duelle mit Gallneukirchen

Gerne erinnert sich Rudi Pichler auch an die Bezirksliga-Duelle zwischen Schweinbach und Gallneukirchen zurück. "Es herrschte Rivalität pur, fast Feindschaft." Die Spiele waren extrem gut besucht und hitzig. Meistens war Gallneukirchen der Favorit, aber Siege und Niederlagen hielten sich ziemlich die Waage. Zu einem Vereinswechsel, zum Beispiel nach Gallneukirchen, ist es nie gekommen, obwohl ihm die Gusenstädter Angebote machten. "Was ich versäumt habe, holen jetzt meine Söhne nach", so Pichler. Sein älterer Sohn spielte früher in der Landesliga bei Gallneukirchen und kickt heute bei Edelweiß in der OÖ-Liga. Und Marcel spielt in der Landesliga bei Union Katsdorf.

23 Jahre Sektionsleiter 

Im Jahr 1997 beendete Pichler, der von Beruf Bürokaufmann ist, seine Kickerkarriere. Er übernahm nahtlos im Verein das Amt des Sektionsleiters. Dieses bekleidete er 23 Jahre lang. In seine Amtszeit fielen drei Meisterschaftstitel, mit jeweils Aufstieg in die Bezirksliga. Im Sommer 2019 trat er zurück. "Irgendwann ist man ausgelaugt. Ich verfolge dafür umso mehr die Karriere meiner Söhne." Vereinsmitglied bleibt Rudi Pichler natürlich. Er ist seit 45 Jahren dabei.

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