Robeischl: "In fünf Jahren will ich arbeitslos sein"

Die Inkoba SternGartl GmbH trat vergangene Woche dem GUUTE-Verein bei. Geschäftsführer Michael Robeischl (l.) und WKO-Geschäftsstellenleiter Franz Tauber.
  • Die Inkoba SternGartl GmbH trat vergangene Woche dem GUUTE-Verein bei. Geschäftsführer Michael Robeischl (l.) und WKO-Geschäftsstellenleiter Franz Tauber.
  • hochgeladen von Gernot Fohler

BEZIRK. Erst seit Kurzem ist Michael Robeischl der Geschäftsführer der Inkoba SternGartl GmbH. Er soll das 77.000 Quadratmeter große Grundstück am Kreisverkehr Bad Leonfelden verwerten. Der Freistädter ist auch selbstständiger Berater in der Wirtschaft, Politik und Regionalentwicklung. Bis 2014 war Robeischl Geschäftsführer bei Euregio Bayrischer Wald-Böhmerwald in Freistadt.

BezirksRundschau: Was sind die Vorzüge des Inkoba-SternGartl-Gewerbegebietes?
Robeischl: Das Areal besitzen zwölf Gemeinden. D. h. es gibt keinen Konkurrenzkampf. Unser Vorteil ist auch die geographische Lage. Wir liegen am Verkehrsverteiler Freistadt-Rohrbach-Linz-Tschechien. Die Rechtssicherheit in OÖ spricht auch tschechische Unternehmen an. Wir haben bereits Kontakte nach Tschechien geknüpft und wir werden ein zweisprachiges Schild am Kreisverkehr aufstellen. Ein Vorzug von uns ist, dass wir viele extrem gut ausgebildete Menschen in der Region haben, die derzeit noch nach Linz pendeln. Die intakte Mühlviertler Landschaft zieht ebenfalls Unternehmen an. Der Wald oder der Skilift sind nur zehn Minuten entfernt. Die Tendenz geht zum Wohlfühlen am Arbeitsplatz. Auch das Umfeld und die Kinderbetreuung mit Kindergärten und Schulen passt hier. Außerdem kommt Wirtschaftslandesrat Michael Strugl aus unserem Bezirk. Das könnte uns auch helfen.

Welche Firmen sollen sich ansiedeln?
Unser vorrangiges Ziel ist jetzt nicht die klassische Baufirma, sondern sind Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, also arbeitskräfteintensive Branchen. Kleinere Gewerbebetriebe aus der Region sollen sich hier entwickeln können, aber auch neue Betriebe. Wir wollen regionale Arbeitsplätze schaffen. Es ist ebenso nicht auszuschließen, dass sich ein größerer Handelsbetrieb ansiedeln kann.

Wie viele Arbeitsplätze sollen entstehen?
150 bis 200 neue Arbeitsplätze und in fünf Jahren will ich wieder arbeitslos sein. Dann soll alles verwertet sein.

Gibt es viele Anfragen von Unternehmen?
Sehr viele. 50 Prozent davon sind Betriebe aus dem Bezirk.

Wie hoch sind die Grundstückspreise?
Ab 33 Euro pro Quadratmeter. Wir haben 3,3 Mio. Euro in die Straße und die gesamte Infrastruktur investiert. Im Mai soll alles fertig sein. Dann erfolgt der Spatenstich des Altstoffsammelzentrums.

Haben Sie mit Inkoba bereits Erfahrung?
Ich beschäftige mich mit Inkoba bereits seit 2005, als ich Leiter des Technologiezentrums Freistadt war. 2007 habe ich an der Leaderstrategie der Region Urfahr-West mitgearbeitet. Ich war im Team des "Mühlviertler Ressourcenplans". Die Stärkung des ländlichen Raums ist mir ein Anliegen und ich arbeite gerne mit Gemeinden und Wirtschaft zusammen.

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