08.06.2017, 08:45 Uhr

"Kultur soll nicht nur in Städten passieren"

Stefanie Stadler ist Obfrau der Burgfestspiele Reichenau. (Foto: Verein Burgfestspiele Reichenau)

Alle zwei Jahre finden die Burgfestspiele in Reichenau statt. Ab 13. Juli werden wieder zwei Stücke aufgeführt.

REICHENAU. Stefanie Stadler hat vor einem Jahr das Amt der Obfrau des Vereins Burgfestspiele Reichenau von Margit Kruckenhauser übernommen.

Was hat Sie dazu geleitet, dieses Amt zu übernehmen?
Stadler: Die Freude am Theater, Spaß am Organisieren und weil ich es für wichtig halte, dass Kultur in den Regionen und nicht nur in den großen Städten passiert. Dass auch hier ein sehr gutes Niveau erreicht wird, ist mein Antrieb.

Was ist das Ziel für die nächsten Jahre?
Anspruchsvolles Theater auf die Bühne zu bringen und dies sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Wir sind auch darauf bedacht, soweit es möglich ist im Ort einzukaufen, die örtliche Gastronomie zu nützen und handwerkliche Aufträge in der Region zu vergeben.

Was sind die größten Herausforderungen als Obfrau?
Die Herausforderung liegt in der Vielfalt der Aufgaben und darin, ein gutes Team zu haben. Ich bin sehr froh, dass sich im letzten Jahr einige junge Reichenauer mit dem „Burggeist“ anstecken haben lassen. Wir haben viele freiwillige Helfer. Aber auch wir merken, dass die Zeitressourcen sehr knapp sind.

Gibt es etwas das Sie grundlegend ändern wollen?
Bei den Kriterien zur Auswahl der Stücke wird sich in den nächsten Jahren sicher nichts ändern. Es braucht aber laufend Innovationen und neue Ideen, die wir uns in den jährlichen Klausuren überlegen und bearbeiten.

Hat sich auf der Burg etwas verändert?
Es wurden umfassende Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, die Überdachung der Ausschank erweitert und viele Fenster erneuert, bzw. eingebaut. Außerdem wurde eine neue Not- und Sicherheitsbeleuchtung geschaffen und in die technische Ausstattung investiert. Viel Aufwand bedeutet es, alle zwei Jahre die komplette Infrastruktur aus dem Boden zu stampfen.

Was sind die diesjährigen Highlights?
Die Besucher dürfen sich heuer auf zwei Stücke freuen, die mitreißen und voller Poesie und Phantasie stecken. Insgesamt werden rund 60 Personen auf der Bühne zu sehen sein. Regisseur Anatoli Gluchov agiert erstmals auf der Burg und wir blicken mit „Cyrano de Bergerac“ einer Aufführung mit schwungvollen Tanz- und Fechtszenen sowie berührenden Liebeswirren entgegen. Regisseurin Andrea Schnitt hält in ihrer Inszenierung von “Des Kaisers neue Kleider“ für das junge Publikum aber auch für Märchenliebhaber jeden Alters viele Überraschungen und unerwartete Wendungen bereit.
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