07.04.2017, 11:23 Uhr

ZDF zweifach mit EMIL 2017 für gutes Kinderfernsehen ausgezeichnet

(Foto: Copyright: ZDF/Rico Rossival)
Doppelter Preisgewinn für das ZDF-Kinder- und Jugendprogramm: Die Reisereportage "Das erste Mal … USA!" und die achtteilige Doku-Reihe "Berlin und wir!" sind mit dem EMIL, dem Preis der Programmzeitschrift "TV Spielfilm" für gutes Kinderfernsehen, geehrt worden.

In "Das erste Mal … USA!" (Redaktion: Constanze Knöchel, Delia Thomas, Eva Radlicki) reisen Louisa (17) und Philipp (18) acht Wochen lang durch die Vereinigten Staaten von Amerika und stellen das Traumland vieler Kinder und Jugendlicher aus ihrer Perspektive vor. In der explizit ausgezeichneten Folge "Louisa und Philipp in Texas" besuchen die Nachwuchsreporter den Jugendlichen Justin. In dessen Elternhaus gibt es überall Schusswaffen, sogar in seinem Zimmer. Louisa und Philipp geben Einblick in eine bedrückende Welt, in der Justins Umgang mit Waffen und seine Vorstellungen von Gesellschaft und Selbstverteidigung befremdlich anmuten.

"Die Episode spiegelt die kritische Haltung der Deutschen gegenüber der amerikanischen Waffenkultur, wie es eindrücklicher kaum geht. (…) Die Gesichter der beiden, ihre spontanen Kommentare und Reaktionen stehen für sich. (…) Dennoch gerät das Projekt (…) nicht zu einer Teenie-Sause, sondern bleibt bei allem Spaß seriös, journalistisch und mitreißend", so die Jury.

"Berlin und wir!" (Redaktion: Margrit Lenssen, Eva Radlicki) befasst sich mit den aktuellen Fragen zur Migrationsgesellschaft und zum Umgang mit Flüchtlingen: Gemeinsam erkunden vier Berliner und vier nach Deutschland geflüchtete Jugendliche die Hauptstadt und treffen jeweils die Familien der anderen. Sie diskutieren über Themen wie Heimat, Religion, Zukunftsperspektiven und die Ursachen der Flucht. Die Doku-Reihe zeigt die Vielfalt des Miteinanders, scheut aber nicht vor möglichen Differenzen. Die acht Protagonisten ermutigen zu Offenheit und Respekt. Statt darüber zu spekulieren, wie der andere sein mag, gehen sie neugierig aufeinander zu.

"Die Unvoreingenommenheit der Jugendlichen ist die große Stärke des Projekts, und die zurückgenommene Kamerabegleitung das Verdienst der Produktion. (…) Gerade in diesen Zeiten (…) setzen die Jugendlichen ein starkes Signal der Toleranz und Akzeptanz", erklärt die Jury in ihrer Begründung für die Auszeichnung.

Beitrag erstellt von:
Lindorfer Bernhard / Film-Total
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