20.04.2017, 10:40 Uhr

449 Betriebe in Urfahr-Umgebung sind bio – logisch!

In den vergangenen beiden Jahren stieg die Zahl der Bio-Kühe um etwa 4.000, wobei der überwiegende Anteil Milchkühe sind. (Foto: LK OÖ)

Immer mehr Bauern nutzen die Chancen im Biolandbau und ändern ihr Bewirtschaftungssystem.

BEZIRK (vom). In Oberösterreich steigt die Anzahl der Bio-Betriebe sowie der bewirtschafteten Bio-Flächen weiter kontinuierlich an. Im letzten Jahr haben sich 238 Betriebsführer dazu entschlossen, ihr Bewirtschaftungssystem zu ändern und ihren Betrieb gemäß den Bio-Richtlinien zu führen.
Auch in Urfahr-Umgebung ist dieser Trend deutlich zu spüren. 449 Bio-Betriebe sind im Bezirk registriert, was einen Zuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Die Gründe für diesen kontinuierlichen Anstieg liegen unter anderem im immer größer werdenden Hunger der Konsumenten nach Bio-Produkten, der hohen Akzeptanz und Wertschätzung biologisch erzeugter Lebensmittel, im relativ guten und stabilen Preisniveau der Erzeugnisse unserer Bio-Bauern sowie an der Tatsache, dass immer mehr Verarbeiter, Vermarkter und Gastronomen auf biologisch erzeugte Lebensmittel setzen“, so Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

16 Betriebe bei BioRegion Mühlviertel

Mit der Gründung der BioRegion Mühlviertel im Jahr 2010 konnte die Bio-Dichte im Mühlviertel weit ausgebaut werden. 114 Mitglieder zählt der Verein bereits. 16 Partnerbetriebe davon sind in Urfahr-Umgebung. "Die Vernetzung mit Betrieben, die eine vergleichbare Betriebsphilosophie vertreten und die Nutzung der Marke BioRegion Mühlviertel sind nur wenige der vielen Vorteile des Vereins", erklärt Klaus Bauernfeind, Obmann der BioRegion Mühlviertel. Die BioRegion hat den Zweck, mit gemeinsamen Maßnahmen eine umfassende nachhaltige Entwicklung der Region Mühlviertel unter dem Leitthema „Bio“ zu fördern. Neben Produzenten können genauso Verarbeiter und auch Konsumenten Mitglied werden. "Voraussetzung ist jedoch ein gültiger Vertrag mit einer Biokontrollstelle." Auch die Arbeit in Richtung Handel und Tourismus sind ein wesentlicher Teil der Vereinsarbeit, da dies wichtige Multiplikatoren mit Kontakt zum Endverbraucher sind.

Zahlreiche Direktvermarkter

In Bezirk gibt es auch zahlreiche Bio-Direktvermarkter wie beispielsweise das Bio-Gwölb in Eidenberg, welches kürzlich sein einjähriges Bestehen feierte. Frischfleisch, Fische, Milchprodukte und selbst gemachte Aufstriche werden genauso angeboten wie hausgemachte Mehlspeisen, Brot und Gebäck, Eier, Gemüse, Säfte, Edelbrände, Getreideprodukte und Gewürze. Ein großer Teil von den Produkten stammt von den acht "Bio Gwölb Bauern". Die restlichen Produkte werden von anderen Biobauern aus der Region zugekauft. In Herzogsdorf verkauft die Familie Walchshofer in ihrem Biohofladen von selbst gebackenem Brot und Gebäck über Fleisch bis hin zu Gemüse alles in Bio-Qualität. Bio Granit-Kartoffel aus Eigenanbau gibt es ebenfalls zu kaufen. Die Biogreißlerei zur Dorfschmiede in Engerwitzdorf bietet ein Sortiment aus regionalen und saisonalen Produkten von unterschiedlichen Bio-Erzeugern.
Um alle Bio-Direktvermarkter auf einem Blick zu haben, hat das Umweltressort die App "Gutes Finden – Besser Leben mit guten Produkten" herausgebracht. Die App zeigt rund um den eigenen Standort alle Bio-Direktvermarkter, nachhaltige Cafés und Bio-Märkte an. Neben Infos über die Produzenten und deren Produkte, wird auch der schnellste Weg dorthin angeführt.
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Veronika Mair aus Urfahr-Umgebung | 20.04.2017 | 10:40   Melden
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