12.07.2017, 20:00 Uhr

Ab in das kühle Nass

Der Sommer weckt auch bei dem besten Freund des Menschen das Verlangen nach Abkühlung im kalten Nass. (Foto: Eric Gevaert/Fotolia)

Nicht nur Menschen setzt die Hitze zu, auch Hunde leiden unter den hohen Temperaturen.

BEZIRK (vom). Die Tage sind länger und die Temperaturen klettern in die Höhe. Uns Menschen zieht es in den Schatten oder ins kühle Nass. Doch auch dem besten Freund des Menschen setzt die Hitze zu. Das körpereigene „Kühlsystem“ von Hunden funktioniert anders als das menschliche. Die Vierbeiner regulieren ihre Körpertemperatur fast ausschließlich über Hecheln. Im Gegensatz zum Menschen, der schwitzt, um sich Kühlung zu verschaffen, besitzen Hunde nur Schweißdrüsen auf den Pfotenballen. Diese reichen jedoch nicht zur Körperkühlung aus. Nina Hermann von der Hundeschule Feldkirchen weiß, wie man den Hund auch bei hohen Temperaturen beschäftigen kann, ohne ihn zu überfordern: "Schnüffel- oder Denkspiele im Schatten oder in der Wohnung sind im Sommer ideal. Ausgiebige Pausen zwischendurch sind allerdings besonders wichtig. Man kann auch leichte Spaziergänge entlang von Flüssen oder im Wald machen. Sammelspiele im Wasser sind eine gute Möglichkeit, den Hund zu bewegen und gleichzeitig abzukühlen." Der wohltuende Sprung ins kalte Nass ist allerdings nicht überall erlaubt. Ein Badeverbot gilt besonders für jene Bereiche, in denen ausdrücklich Menschen schwimmen, wie beispielsweise in Freibädern. In Bächen und Flüssen hingegen dürfen sich die Vierbeiner grundsätzlich abkühlen. Entlang der Donau und unterhalb des Rodlbades in Gramastetten sind beispielsweise geeignete Badeplätze.

Nicht im Auto lassen

Ein absolutes Tabu ist, den Hund im Sommer im Auto zu lassen. "Wenn nicht unbedingt nötig, am besten den Vierbeiner bei hohen Temperaturen gar nicht erst im Auto mitnehmen. Ist es jedoch nicht anders möglich, sollten Hundebesitzer unbedingt die Klimaanlage einschalten und einen zusätzlichen Ventilator für den Hund anbringen", so Hermann.
Mit dem Abscheren des Fells tut man dem Vierbeiner meist nichts Gutes, denn der Luftpolster zwischen Haut und Deckhaar ist eine natürliche Isolierschicht. "Hier gilt: Was für die Kälte gut ist, ist auch für die Hitze gut."
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