03.05.2018, 08:07 Uhr

Natur verbindet-Praxistag zum Thema "Naturgärten voller Leben"

© Julia Kropfberger
Kirchschlag bei Linz: Gemeindeamt | Das Insektensterben und seine möglichen Folgen, nicht zuletzt für uns Menschen, ist in aller Munde. Doch jeder kann etwas dagegen tun, wie durch die naturnahe Gestaltung des eigenen Balkons oder Gartens – ganz ohne Einsatz von Gift und mit vielen, heimischen Pflanzenarten. Aber nicht nur Gartenbesitzer, sondern auch Gemeinden können durch die naturnahe Gestaltung von öffentlichen Flächen einen wichtigen Beitrag zur heimischen Artenvielfalt leisten, dies beweist der Natur verbindet - Praxistag in Kirchschlag.

Ende April luden im Rahmen der Kampagne „Natur verbindet“ der Naturschutzbund, das REWISA-Netzwerk und die Gemeinde Kirchschlag Interessierte zur Umgestaltung von Rasenflächen vor dem Gemeindeamt zu ausdauernden Blühflächen mit heimischen Wildblumen ein. Über fünfzig Zuhörer kamen zu der Vortragsveranstaltung am Vorabend und informierten sich, was man in privaten und öffentlichen Gärten für die Natur tun kann.

Die zwanzig Teilnehmer der Praxiswerkstätte, Mitarbeiter von Gemeinden und Bauhöfen, Gartenplaner sowie Naturliebhaber aus Österreich und Bayern, durften einen Vormittag lang selbst Hand anlegen. Unter der fachkundlichen Anleitung des Naturgartenexperten Markus Kumpfmüller wurden verschiedene Möglichkeiten erprobt, wie eine Verwandlung einer Rasenfläche in eine Blühfläche gelingen kann.

Heimische Wildpflanzen sind unschlagbar!
Die Verwendung von heimischen Pflanzen ist bei der Anlage von insektenfreundlichen Blühflächen unverzichtbar, da vor allem viele Wildbienen- und Schmetterlingsarten auf diese angewiesen sind und ohne sie nicht leben können. So benötigen beispielsweise die Raupen des beeindruckenden Schwalbenschwanz die Wilde Möhre oder andere Doldenblütler als Futterpflanzen.
Die heimischen Pflanzen sind aber nicht nur wertvoll für die Natur, sondern auch noch besonders nachhaltig und kostenschonend, da sie an das Klima und den Boden angepasst und daher wenig pflegeintensiv sind. Und sie können hinsichtlich Schönheit auch mit den exotischsten Gartengewächsen leicht mithalten. 
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