14.10.2014, 15:51 Uhr

Regiotram: Gemeinde stellt sich hinter die Bürgerinitiative LEBE

Zusammenfassung der Regiotram-Trassenvariationen: Rot die von den beamteten Planern empfohlene, gelb die von der Bürgerinitiative LEBE gewünschte Strecke. (Foto: Skizze: Bürgerinitiative LEBE)
ENGERWITZDORF (mawi). Die Gemeinde unterstützt die Bürgerinitiative LEBE dabei, eine Änderung der von den Landesplanern bestimmten Regiotram-Trasse im Bereich zwischen Außer- und Mittertreffling sowie Linzerberg und Holzwiesen zu erwirken. Dies wurde in der letzten Gemeinderatssitzung mit einem Dringlichkeitsantrag von SPÖ und Grünen gefordert und einstimmig beschlossen. Zu diesem Entschluss kam man nach einer von Bürgermeister Herbert Fürst initiierten Begehung der vorgeschlagenen Trasse mit den Planern. Die Planer hätten, so ein LEBE-Sprecher, auf Einwände lediglich mit dem Hinweis auf „verfeinerte Nachplanungen“ geantwortet.
„Eine Begehung, die Bürgerinteressen ernst nimmt, findet vor, während, aber nicht nach dem Ende eines Planungsprozesses statt. Der späte Zeitpunkt der Begehung und ihr Verlauf haben den Eindruck verstärkt, dass dies nur eine Alibihandlung aufgrund des Drucks aus der Gemeinde gewesen ist“ kritisiert LEBE.

Der Gemeinderat übermittelte eine Stellungnahme an das Institut Retzl, den in den Planungsprozess involvierten Stellen und den zuständigen Politikern auf Landesebene. Darin steht, dass die derzeit von den Planern empfohlene Trasse den zentralen Anforderungen, die die Gemeinde bereits in ihrer Stellungnahme vom 3. Oktober 2013 gefordert hat, zum Teil nicht entsprochen habe.

Einige Nachteile
Die empfohlene Variante habe erhebliche Nachteile. So würden mindestens sechs gefährliche Kreuzungen durch Bundesstraßen- und Autobahnabfahrten geschaffen, die das Unfallrisiko im Gemeindegebiet erhöhen. Während es eine Haltestellen für Linzerberg und Klaus reichen würde, gäbe es keinen Halt bis Mittertreffling. Zudem würden landwirtschaftliche Flächen stark zerschnitten, vieler Bewohner negativ betroffen und einen hohfer Energieverbrauch durch lange Fahrzeiten und erhebliche Höhenunterschiede gegeben.
Der Gemeinderat fordert, heißt es in der jüngsten Stellungnahme weiter, dass die von der Bürgerinitiative LEBE nach der Trasseninformation eingebrachten Vorschläge eingehend geprüft werden und erwartet, dass die Planer Lösungen für Problempunkte suchen und erneut in die Bewertung einfließen lassen.
Außerdem fordert der Gemeinderat ein Gespräch zwischen Land und Asfinag , um bei autobahnnahen Trassenvarianten durch entsprechende Adaptierungen Betriebsabsiedlungen zu vermeiden.
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