15.03.2017, 09:01 Uhr

Sehr gute Noten für unser Trinkwasser

Einmal im Quartal wird die Wasserqualität des Verbandes von einem unabhängigen Institut überprüft. (Foto: Fernwasserverband Mühlviertel)

Befunde zeigen, dass im Mühlviertler Trinkwasser kaum Belastungen und Schadstoffe enthalten sind.

BEZIRK (vom). Wasser ist das wichtigste Lebensmittel für alle Lebewesen. Kein anderes wird vom Körper in derart großen Mengen benötigt. Aus diesem Grund müssen an das Trinkwasser höchste Qualitätsansprüche gestellt werden.
In Urfahr-Umgebung werden derzeit zwölf Gemeinden mit Trinkwasser vom Fernwasserverband Mühlviertel beliefert. Da das Mühlviertel relativ wenig Grundwasservorkommen hat, wird Wasser aus Quellen- und Brunnenanlagen von Zirking, Rodl, dem Böhmerwald und Schörgendorf umgeleitet. Einmal im Quartal kontrolliert auf Basis der gesetzlichen Vorgaben ein unabhängiges Institut das ausgelieferte Trinkwasser. "Die Wasserqualität im Mühlviertel ist seit Jahren konstant gut. Die gesetzlichen Grenz- und Richtwerte für Trinkwasser können nicht nur eingehalten, sondern speziell bei kritischen Parametern wie Nitrat und Pestiziden deutlich unterschritten werden", erklärt Wolfgang Aichberger, Geschäftsführer des Fernwasserverbandes Mühlviertel.


Regionale Unterschiede

Die Qualität des ausgelieferten Wassers weist aufgrund der unterschiedlichen Gewinnungsstellen regionaltypische Unterschiede auf. Besonders deutlich wird dies bei der Wasserhärte. Während das Wasser aus dem Böhmerwald sehr weich ist, liegt die Härte in den Donauniederungen etwas höher und nimmt im Verbandsgebiet nach Osten hin zu. "Grundsätzlich haben wir ein sehr gutes Wasser. Großes Thema ist aber immer wieder die Härte. Die Bevölkerung will weiches Wasser, um weniger entkalken zu müssen. Gesünder wäre aber härteres Wasser, das mehr Kalk und Mineralstoffe enthält", meint Aichberger. Dieser Meinung ist auch Ernährungsexpertin Erika Mittergeber von den Essperten in Puchenau. "Das in härterem Wasser enthaltene Kalzium ist gut für die Knochen. Außerdem wirkt es sich positiv auf den Blutkreislauf aus." Auch geschmacklich ist hartes Wasser erfrischender als weiches Wasser. Für das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen ist wiederum weiches Wasser von Vorteil.


Wasserreserven vorhanden

Laut Wolfgang Aichberger herrsche derzeit kein Wassermangel im Bezirk. "Die Situation ist durch die Schneemengen diesen Winter normal bis entspannt." Sollte es jedoch im Sommer zu einem Engpass kommen, ist der Fernwasserverband gerüstet. "Jeder Behälter kann rückversorgt werden, sprich von zwei Quellen gespeist werden." Auch bei Hochwasser sind Wassermenge und -qualität gesichert. "Die Anlage in Ottensheim ist hochwassersicher gebaut. Doch auch bei einem Ausfall wären genug Reserven vorhanden", erklärt der Geschäftsführer.
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