15.03.2017, 09:49 Uhr

Sperre in Bergheim nicht aufgehoben

(Foto: Wolfgang Reisinger)

Eine Unterschriftenaktion gegen eine Absperrung für Radfahrer und Fußgeher blieb bisher erfolglos.

FELDKIRCHEN (reis). Selbst 180 Unterschriften von Bewohnern aus der Ortschaft Bergheim ändern nichts: Die Privatstraße beim Landesgut Bergheim, die im Besitz des Landes OÖ ist, darf von Radfahrern und Fußgängern weiterhin nicht benützt werden. Eine Absperrung mit einem Bauzaun verhindert das Durchkommen, obwohl dieses Recht in einer schriftlichen Vereinbarung aus dem Jahr 1975 festgeschrieben ist.

Vor einem Jahr gab die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung den Auftrag, diese Straße für den gesamten Verkehr zu sperren – aus „verkehrssicherheitstechnischen Gründen“. Verkehrsreferentin Andrea Außerweger bleibt dabei: „Die Totalsperre der Zufahrt zum Altstoffsammelzentrum bzw. zur landwirtschaftlichen Fachschule bleibt bis zur Realisierung des Straßenbauprojektes auf der B131 (Aschacher Straße) aufrecht.“
Bürgermeister Franz Allerstorfer (SP) will das aber so nicht hinnehmen. Bereits 1975 gab es eine Unterschriftenaktion in Bergheim. Das Ergebnis eines Treffens war der Kompromiss, der genau 41 Jahre halten sollte. „Die Totalsperre vom Februar 2016 steht im Widerspruch zu dieser schriftlichen Zusicherung von 1975“, kritisiert Allerstorfer. Und: „Ich frage mich, warum die Öffnung für Fußgänger und Radfahrer nicht eingehalten werden kann.“

Brief an Steinkellner

Er wendet sich nun in einem Schreiben an Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) mit dem Ersuchen, das Anliegen von 180 Menschen aus Bergheim nicht achtlos zu übergehen. Allerstorfer sagte zu, dass die Gemeinde bei der Abschrankung der Straße – passierbar nur für Radfahrer und Fußgänger – finanzielle Mittel bereitstellen würde. Anzumerken ist dazu, dass die Privatstraße, trotz Fahrverbots, von vielen Autolenkern als nördliche Zu- und Abfahrt zum Altstoffsammelzentrum verwendet worden ist.
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