06.07.2017, 08:50 Uhr

Traktorbrand löste Großbrand auf Feld in Steyregg aus

(Foto: Fotos: Meisinger, Denkmayr | Pressestelle BFK UU)

In Urfahr-Umgebung hält die Trockenheit die Feuerwehren auf Trab. Immer wieder geraten Felder in Brand. Dutzende Feuerwehrleute standen im Großeinsatz. Ein große Unterstützung erfahren die Einsatzkräfte von den Landwirten mit ihren Wasserfässern.

BEZIRK. So musste die Feuerwehr in Steyregg-Holzwinden zu einem Feldbrand, welcher durch einen brennenden Traktor ausgelöst wurde. „Ich wohne in der Nähe und war zufällig zu Hause und konnte beobachten wie rasend schnell sich das Feuer über mehrere Hektar Stoppelfeld ausbreitete“ schilderte Einsatzleiter und Kommandant Hubert Lehermayr die Brandausbreitung. Der Traktor samt Strohpresse stand auf dem 5 Hektar großen Getreidefeld im Vollbrand. Die alarmierten Einsatzkräfte von fünf Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, um den Brand, der sich auf eine Fläche von rund 3 Hektar auf dem abgeerntetem Getreidefeld ausgebreitet hatte, unter Kontrolle zu bringen und abzulöschen. Am Traktor und an der Strohpresse entstand Totalschaden, den der Landwirt Wolfgang Truttenberger auf rund 100.000 Euro schätzt.
Neben der Ausbreitungsgefahr auf einen Wald bestand auch die Gefahr, dass das Feuer auf angrenzende Häuser übergriff.

Feuerwehr braucht die Hilfe der Bauern

„In solchen Fällen ist es wichtig rasch viele Einsatzkräfte vor Ort zu bringen, um die Ausbreitung einzugrenzen, den Brandherd zu bekämpfen und die Wasserversorgung sicherzustellen“ erklärte Bezirks-Feuerwehrkommandant Johannes Enzenhofer, der aber vor allem die Landwirte lobte und deren Wichtigkeit aufzeigt. „Nur mit Hilfe der Landwirte können wir effizient vorgehen, diese pflügen eine Schneise in den Acker, um so die Ausbreitung zu stoppen und leisten mit ihren mit Wasser gefüllten Güllefässern großartige Unterstützung“, so Enzenhofer. Mehr als fünf Landwirte waren gekommen, um die Freiwilligen Feuerwehrleute zu unterstützen.

Feldbrände in Alberndorf, Treffling, Schweinbach und Walding

Neben diesem Großeinsatz lief fast zeitgleich in Alberndorf ein Brandeinsatz. Auch dort brannte ein Strohfeld und breitete sich rasch aus. Ebenfalls wurden die Einsatzkräfte von den benachbarten Landwirten unterstützt. In Engerwitzdorf wurde die Feuerwehr Treffling zu einem Flurbrand nach Obertreffling alarmiert. In Gramastetten musste am Nachmittag bei einem Containerbrand Alarmstufe 2 ausgelöst werden, um die Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Die Feuerwehren Schweinbach und Walding wurden jeweils zu Fahrzeugbränden alarmiert, welche ebenfalls rasch bekämpft werden mussten, um Feldbrände zu verhindern.

Tipp: Güllefässer füllen

Neben diesen heißen Einsätzen waren die Freiwilligen Feuerwehren noch bei Verkehrsunfälle im Einsatz und in Gallneukirchen trat Chlorgas im Freibad aus. Alles in einem: ein Einsatzreicher Tag für die Feuerwehren im Bezirk Urfahr. „Heute haben wir eindrucksvoll unsere Schlagkraft und Tagesbereitschaften gezeigt und dass wir professionell und rasch helfen, wo unsere Hilfe benötigt wird“ freute sich Bezirks-Feuerwehrkommandant Johannes Enzenhofer.
Sein Tipp: „Wenn die Möglichkeit besteht sollen die Landwirte ihre Güllefässer mit Wasser füllen und einsatzbereit auf ihre Höfe bereitstellen. Den Feuerwehren wäre damit sehr geholfen, speziell bei Feld-, Böschungs- und Hausbrände. Info an den örtlichen Kommandanten, dass die Landwirte im Bedarfsfall auch verständigt werden können. Das würde ein großartiger Beitrag unsere Landwirtschaft in Oö. sein.“
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