14.03.2017, 12:30 Uhr

Dreier-Gemeindefusion ist in Haibach geplatzt

Josef Reingruber (Foto: Gemeinde)
REICHENAU/HAIBACH/OTTENSCHLAG (fog). Die Gemeindefusion Reichenau, Haibach und Ottenschlag ist zumindest in der Dreierkonstellation vorerst gescheitert. Bei der Gemeinderatssitzung in Haibach ging die geheime Abstimmung 10:3 gegen eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt aus (11 ÖVP, 2 SPÖ). "Bis zur nächsten Wahl ist keine Fusion nötig", sagt der Haibacher Bürgermeister Josef Reingruber (ÖVP). Einstimmig beschlossen wurde ein Ideenkatalog, wie die jetzige Kooperation verstärkt werden könne. Eine Bürgerbefragung über eine Fusion werde es in Haibach nicht geben.

Der Reichenauer Bürgermeister Hermann Reingruber (ÖVP) wäre einer Fusion nicht abgeneigt gewesen, weil Reichenau bei der derzeitigen Kooperation mit den kleineren Nachbargemeinden nicht nur Vorteile habe. "Die Haibacher Wünsche im Ideenkatalog sind nicht realisierbar", so der Ortschef. Und: "Etwa den Vorsitz, wie bei der EU wechseln, kommt rechtlich schon nicht in Frage." Reichenau werde nun die Vor- und Nachteile einer Fusion mit Ottenschlag abwägen.

In Ottenschlag wurde vergangene Woche mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss, wie in Reichenau schon im Dezember, ein Prozessstart einer möglichen Fusion mit Reichenau gestartet. "Mit offenen Ausgang", betont Bürgermeister Franz Beierl (ÖVP). Es kann also eine Fusion oder eine Fortsetzung der Kooperation mit mehr Kostenersparnis rauskommen.
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