28.11.2016, 13:22 Uhr

Jahrmarktgelände wird 2017 ein Gebührenparkplatz – kein Streik von Hammer & Co

Die Vergebührung des Jahrmarktgeländes im nächsten Jahr ist laut FPÖ-Stadtrat Markus Hein fix. Nur der Zeitpunkt sei nicht in Stein gemeißelt.

LINZ/BEZIRK. Die Stadt Linz plant voraussichtlich schon im Sommer 2017 Gebühren für die derzeit kostenlosen Parkplätze am Urfahraner Jahrmarktgelände einzuführen. Das Halbtagesticket werde 1,50 Euro und das Tagesticket 3 Euro kosten, so Hein. Aber: "An Samstagen, Sonn- und Feiertagen kann mir gut vorstellen keine Gebühr einzuheben", sagt der Stadtrat. Die Umsetzung der Parkgebühr könne aber erst stattfinden, wenn das Konzept des Bewohnerparkens, das heißt auch Kurzparkzonen, das nicht nur rund um Jahrmarktgeländes ausgeweitet wird, umgesetzt sei. Hein wird im Jänner mit der Befragung und Information der Urfahraner Bevölkerung starten.

Runder Tisch der "Mühlviertler Pendlerallianz"

Am Freitag, 2. Dezember findet ein von der "Mühlviertler Pendlerallianz" organisierter Runder Tisch statt. Der Sprecher der "Mühlviertler Pendlerallianz", Nationalratsabgeordneter Michael Hammer (ÖVP), will angesichts der neuen Situation zunächst "den politischen Druck auf das Land Oberösterreich hochhalten". Ein Streik der Pendler sei laut Hammer in der "ungünstigen Vorweihnachtszeit" noch nicht zu erwarten. Vorerst will der Nationalratsabgeordnete das neue Online-Portal der Mühlviertler Pendlerallianz ausweiten und als "Trägerrakete" verwenden. "Wir haben schon 3.200 Unterstützer. Stimmung machen, ist unsere Waffe. Derzeit spielt es sich im Diskussionsforum gewaltig ab."

Debatte um Park&Ride-Anlagen

Die Umsetzung einer Vergebührung des Jahrmarktgeländes kann laut Hammer "nur ein Stufenplan sein" bzw. sei es an der Zeit Alternativen anzusprechen. Während Stadtrat Hein meint, Park&Ride-Anlagen seien eine "Aufgabe der Umlandgemeinden und auch nur dort sinnvoll", sagt Hammer, dass sich zum Beispiel die Lederfabrik nun mal auf Linzer Gebiet befindet. Aber: "Natürlich müssen auch die Pendlerparktplätze zum Beispiel entlang der Mühlkreisbahn, in Ottensheim, Rottenegg und Lacken ausgebaut werden. Auch in Glasau (Gemeinde Hellmonsödt) gibt es Ideen für Parkplätze, so Hammer, "aber ohne Anbindung an die Linz-Linien ist das nicht sinnvoll". Hein sieht es eher so, dass die "Probleme bis nach Linz durchgereicht werden". Oftmals würden die "Kosten, z.B. des Winterdienstes, ein Hemmschuh für die Errichtung von Park&Ride-Anlagen im Umland sein", meint Hein.
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