02.11.2016, 19:43 Uhr

"Mühlviertler Pendlerallianz" präsentiert Positionspapier und geplante Onlineplattform

Sitzend v.l.n.r.. Landtagsabgeordneter Georg Ecker, Landtagsabgeordneter Bgm. DI Josef Rathgeb, Pendlersprecher Nationalratsabgeordneter Mag. Michael Hammer, Landtagsabgeordnete Gabriele Lackner-Strauss und Dir. Wolfgang Wimmer (Wirtschaftsbund-Bezirksobmann von Perg). Stehend v.l.n.r.: Reinhard Stadler (Wirtschaftsbund-Bezirksobmann von Urfahr-Umgebung), Vzbgm. Wolfgang Greil (Wirtschaftsbund-Landesgeschäftsführer), Gertraud Scheiblberger (ÖAAB-Bezirksobfrau von Rohrbach), die Bürgermeister aus Schwertberg (Foto: ÖVP/Kapl)
LINZ/BEZIRK (fog). Angeführt von ihrem Sprecher, NAbg. Michael Hammer, traf die "Mühlpendler Pendlerallianz" in der ÖVP-Zentrale, im Heinrich-Gleißner-Haus zusammen. Der Grund war die aktuelle Verkehrsituation bzw. die Diskussion um Parkgebühren am Jahrmarktgelände. Hammers Ziel sei, früher oder später die Pendlerallianz überparteilich zu machen. Ein Vernetzungstreffen im Jänner 2017 sei geplant, so Hammer. "Wir behalten uns vor aktionistisch aufzutreten", so der Nationalratsabgeordnete, aber vorerst einmal wird von der "Mühlviertler Pendlerallianz" die Protest-Unterschriftenaktion "Parkgebühr am Urfahrmarkt" ab 11 November gestartet. Ob sich Hammer eine Gebühr vorstellen könne, wenn bei den Stadteinfahrten Park&Ride-Flächen errichtet werden, sei für ihn Verhandlungssache. Eine Vergebührung, ohne Alternativen für Pendler anzubieten, sei für jedenfalls Abzocke.

Onlineplattform ab 14. November

Weil die Pendler aber auf sichtbare Zeichen bereits warten würden, gründet die Mühlviertler Pendlerallianz eine Onlineplattform "gegen-den-stau.at". Im Internet wird das Forderungspapier, das jetzt mit den ÖVP-Bürgermeistern, wie LAbg. Josef Rathgeb aus Oberneukirchen, Gerald Schimböck aus Puchenau und Franz Füreder aus Ottensheim und Verantwortungsträgern in den Regionen ausgearbeitet wurde, publiziert (unten im Bericht angeführt).
Darüber hinaus wird das Onlineportal einen Überblick über aktuelle oder geplante Verkehrsprojekte geben. Was ist in Arbeit? Wann wird was fertig?, z.B. A7-Abfahrt Auhof, Park&Ride-Anlagen, etc. Auch ein Diskussionforum ist geplant, für die Ideen und Anliegen der Pendler.

Parallel zur neuen Onlineplattform wird auch einen Onlinepetition gestartet. Mit Unterschriften in den Bezirken UU und RO wird die Erweiterung der Schrankenöffnungszeit bei der Rudolfstraße auf 9 Uhr gefordert und eine rigorose Exekution des Halte- und Parkverbots in der Rudolfstraße.

WKO-Obmänner auch aktiv

Auch die Mühlviertler Wirtschaftsvertreter erklärten sich im Gleißner-Haus solidarisch mit Hammer & Co. "Mir blutet das Herz, wenn ich Lieferwägen mit zwei bis drei Personen sehe, die auf dem Weg zu einer Baustelle im Stau stehen", sagte Reinhard Stadler. Die Firma Zellinger in Walding, so der WKO-Obmann, soll einmal ausgerechnet haben, dass der Stau dem Unternehmen 200.000 Euro im Jahr koste.

Aus dem Forderungspapier der "Mühlviertler Pendlerallianz"


Sofortmaßnahmen:
– Öffnung des Kraftwerkes Asten/Abwinden
– Härtere Sanktionierung der Halte- und Parkverbote in der Rudolfstraße
– Schrankenöffnung Ottensheimerstraße statt 8.30 Uhr auf 9 Uhr ausweiten
– Ab Haselgraben bis Gründberg ein zusätzlicher Fahrstreifen für Busse und Fahrgemeinschaften
– Taktverdichtungen im öffentlichen Verkehr
– Radhauptroute Ottensheim-Linz
– Optimierung Ampelschaltungen
– Keine Vergebührung Jahrmarktgelände
– Attraktivierung Mühlkreisbahn (Umsteigen Mühlkreisbahnhof, Taktzeiten, etc.)

Bei den "langfristige Baumaßnahmen" wird im Positionspapier unter anderem ein "Park&Ride-Gürtel" rund um Linz verlangt:
Linz-Nord-West: Rottenegg, Walding, Puchenau
Linz-Nord: Jäger im Tal
Linz-Nord-Ost: Radingdorf, Lederfabrik, Pregarten
Linz-Ost: Pulgarn, Katzbach
Linz-Süd-Ost: Pichlingersee
Linz-Süd: Kremsdorf
Linz-Mitte: Franzosenhausweg
Linz-West: Alkoven/Strass

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Parkgebühr am Jahrmarktgelände – Abzocke?
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