01.10.2014, 13:41 Uhr

Lagerhaus: "Wir wollen die Kräfte bündeln"

Ein stärkerer Marktauftritt und weniger Verwaltung wird durch die Lagerhaus-Fusion erwartet.

OTTENSHEIM/ROHRBACH. Obmann Josef Hammer und Geschäftsführer Johann Ilk vom Lagerhaus Urfahr und Umgebung über die Fusion mit Rohrbach.

BezirksRundschau: Warum wird eine Fusion angestrebt und wann geht sie über die Bühne?
Ilk: In der größeren wirtschaftlichen Einheit können wir Kräfte bündeln, gebietsübergreifend anbieten und Synergien nutzen. Durch größere Einkaufsvolumina können wir mit der Industrie besser verhandeln. Jeder profitiert vom anderen.
Hammer: Wir arbeiten ein halbes Jahr intensiv an der Fusion. Die Voraussetzungen sind geschaffen und die Führungspositionen abgeklärt. Beide Lagerhäuser brauchen noch das O.K. der Generalversammlungen. Diese werden spätestens Anfang April stattfinden.

Was muss sich ändern?
Hammer: Wir brauchen einen professionellen Marktauftritt. In der Baustoffsparte müssen wir im Dienstleistungssektor stärker werden. Zum Beispiel wollen wir ein Fullservice für Häuslbauer anbieten, inklusive Planungsbüro, Maurer, Dachdecker, etc.
Hat das Lagerhaus in der Vergangenheit auf die richtigen Produkte gesetzt?
Ilk: Ja. Mit unseren fünf Sparten Agrar, Landtechnik, Energie, Baustoffe und Bau- und Gartenmarkt sind wir breit aufgestellt und können das auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ausgleichen. Die Lagerhäuser hatten weniger Einbußen als die Baumärkte.

Sind durch die Fusion Arbeitsplätze gefährdet? Wer führt das Unternehmen?
Ilk: Es sind so gut wie keine Arbeitsplätze gefährdet. Wir werden zwar in der Verwaltung einsparen, aber nur umstrukturieren. Die Zentrale wird aufgrund der Gebäudestruktur in Rohrbach sein. Bei den Führungspositionen gibt es einen Ausgleich. Zur Wahl des Obmanns vorgeschlagen ist Obmann Franz Rauscher (RO), der auch Neustifts Bürgermeister ist. Als neuer Geschäftsführer bin ich vorgeschlagen. Mein Stellvertreter wird Martin Obernberger (RO). Aufsichtsratvorsitzender wird der Kirchschlager Josef Kaineder (UU).

Was sind Zukunftsprojekte?
Hammer: Die Fusion über die Bühne bringen und uns wieder mehr auf das Lagerhaus-Kerngeschäft konzentrieren.
Ilk: Als größeres Projekt ist der Ausbau des Agrarkompetenzzentrums in Lichtenberg geplant. Das Grundstück haben wir bereits gekauft.
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