Badegäste an Gail vermüllen die Ufer

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Sie ärgern sich über die Kelag und die Gemeinde, die Erholungssuchenden der Marktgemeinde Arnoldstein und die unzähligen Villacher. Ganze Generationen lagerten in den heißen Monaten in den kleinen, vom Wald umgebenen und ruhigen Buchten, feierten, grillten, erfrischten sich im kühlen Flusswasser.

Damit ist Schluss

In diesem Sommer werden, im Zuge des Kraftwerksumbaus in der Schütt, die Sandbänke der alten Gail geflutet. Auch der Übergang über das Wehr ist dann nicht mehr möglich. Naturschutzexperten: "Die Gail wird ein komplett neues Bett auswaschen, nach der Spülung wird alles anders aussehen." Die, die jetzt wettern, sind zum Teil auch die, die ihren Müll an den Gailufern zurücklassen.

Hoher Ekelfaktor

Beim Lokalaugenschein der WOCHE fanden sich, auf der abgegangenen Strecke, im Abstand von zwei Metern immer wieder leere Plastikflaschen, Dosen, Sackerln, leere Zigarettenpackungen, Essensreste und nicht verrottende Taschentücher. Am Ufer liegende Felsbrocken sind besprayt, die sichtbaren "Trümmerl" nicht von Hunden. "Wilde" Camper lagern neben überquellenden Mülleimern, daneben liegt noch mehr Unrat. Eine Mutter, die mit dem Auto ihre Kinder auf einem Spazierweg ans Ufer fährt, ist rasch wieder verschwunden, zu unappetitlich ist der Anblick.

Viele(s) betroffen

Herman Haleger kommt regelmäßig her, hier zieht ein Pärchen Smaragdeidechsen alljährlich seinen Nachwuchs groß. "Heuer sind sie noch nicht aufgetaucht", bedauert er, "es ist zu viel los." Umschauen tut er sich nicht mehr so gern, ist der "Dreck" allzu schlimm, sammelt Haleger aber den Abfall der Naturbesucher auf: "Es sind nicht nur die Jungen, die hier alles verschmutzen!"

Viele Widersprüche

Die Marktgemeinde hat an dieser beliebten Strecke, direkt an der Gail, etwa alle fünf Meter Mülleimer aufgestellt. Nicht jeder ist voll! Kein Grund also Mitgebrachtes zurückzulassen. Den vielen, jetzt besorgten Radfahrern und Badegästen bleiben an der Gail bei Villach und an den neuen "freien" Seezugängen allerdings alternative Bademöglichkeiten.

Still und leise

Die Naturschützer, die nicht an den Erfolg der von der Kelag geplanten hydraulischen Schnecke als Aufstiegshilfe für die Huchen glauben, sehen den geplanten Umleitungsmaßnahmen eher gleichmütig gegenüber. Ein Experte, der nicht genannt werden will, zur WOCHE: "Das Kraftwerk ist in die Jahre gekommen. Der Umbau muss sein! Unser Vorschlag wurde nicht angenommen und eine Bauverhandlung wurde von uns versäumt."

Schutz und Infos

Als Naturschützer agiert in der Schütt, an der Gail, die Kelag selbst. Die beim Umbau, auf Vogelnester, Pflanzen, Fische, mittels eines ökologischen Beraters Rücksicht nehmen will. Zusätzlich wurden Infotafeln aufgestellt.

Wo: Schu00fctt, Arnoldstein auf Karte anzeigen
Autor:

Conny Lexe aus Hermagor

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