Gerlitzenstraße Treffen
Die Mautstraße, eine teure Angelegenheit

Der erste Abschnitt steht kurz vor der Fertigstellung.
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  • Der erste Abschnitt steht kurz vor der Fertigstellung.
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Wenn Müllentsorgung oder Hotelwäsche zur Herausforderung wird. Die Gerlitzestraße Treffen ist bis Weihnachten nur eingeschränkt passierbar. Grund sind massive Schäden nach dem Hochwasser.

TREFFEN. Dieser Tage ist Saisonstart auf der Gerlitzen. "Das wird noch spannend werden", sagt Treffens Bürgermeister Klaus Glanznig. Denn die einzige Straßen-Verbindung zum Almresort, Neben- und Hauptwohnsitzen, die Gerlitzenstraße Treffen, ist aufgrund von Reparaturmaßnahmen nur äußerst eingeschränkt passierbar. Für mehrere Stunden am Tag gilt eine völlige Sperre, zudem gibt es eine Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge. 

Straße unterspült

Durch das Hochwasser wurde die Straße an zwei Stellen unterspült, "es gilt höchste Vorsicht", sagt Glanznig.
Während die eine Stelle kurz vor der Fertigstellung steht, beginnen am zweiten, rund 60 Meter langen Abschnitt, auf Kilometer 2,8, gerade die Arbeiten. Bis Weihnachten will man "durch" sein, "sofern das Wetter passt", so der Gemeinde-Chef.
Vorläufig gibt es eine Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen, auch Schneeräumgeräte dürfen die Strecke nicht passieren. Um die Räumung dennoch zu garantieren, deponierte man inzwischen ein Gerät überhalb der Baustelle. Während der Bauphase wird der Abschnitt mit Schaufeln freigeräumt. 

Rund 250.000 Euro Kosten

Die Reparaturmaßnahmen werden unmittelbar 100.000 Euro und 150.000 Euro in der zweiten Baustufe kosten. Geld, das die Gemeinde aus ihrem Topf zahlen muss, da der Katastrophentopf bei einer Mautstraße nicht greift (s. zur Sache).
Immerhin: die Einnahmen aus der Maut – in der Saison passieren zwischen 300 und 400 Autos die Straße – fließen an die Gemeinde, "allein, die letzten Jahre war das ein Negativ-Geschäft", so Glanznig. Allein die Schneeräumung inklusive Streuung komme auf 80.000 Euro im Jahr, sagt er.

Viele Schäden

Dazu kommen die fast jährlichen Schäden. Bei Starkregen gibt es regelmäßig Probleme. Inzwischen bemühe man sich um eine alternative Lösung, gemeinsam mit Betrieben und Kanzelbahn, erzählt Glanznig.
Auch wurde im Büro des zuständigen Landesrates Daniel Fellner um Unterstützung angesucht. Hier will man helfen: "Um diese Problematik zu entschärfen und den Wintertourismus nicht zu gefährden, unterstützt Landesrat Daniel Fellner die Investitionen für das laufende Jahr aus Mitteln des Gemeindereferats."

Auf Verbindung angewiesen

Immerhin: auch das beliebte Skigebiet Gerlitzen ist auf die Strecke angewiesen. So musste kürzlich der neue Zauberteppich hinauf transportiert werden. "Das erfolgte in Kleinteilen", erzählt Glanznig und ergänzt: "Man überlege nur, was das für den Müllabtransport der Betriebe oder die Wäschereinigung bedeutet."

Zwei Dämme gebrochen

Die Sofortmaßnahmen auf der Gerlitzenstraße Treffen sind nicht die einzigen Reparaturarbeiten nach dem Hochwasser in der Gemeinde. Entlang des Treffner Baches brachen Dämme. In einer Drittelfinanzierung von Bund, Land und Wasserverband werden derzeit Sofortmaßnahmen, wie eine Steinschlichtung, errichtet. Die Maßnahmen fließen in das Großprojekt Hochwasserschutz, ein 20-Millionen-Euro Projekt, das innerhalb von zehn Jahren umgesetzt werden soll, mit ein, berichtet Stefan Urbanek, Wasserwirtschaft, Abteilung Villach.

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Zur Sache

Gerlitzen Mautstraße: Die totale Sperre für den Abschnitt gilt von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, dazwischen dürfen Fahrzeuge mit maximal 3.5 Tonnen die Strecke passieren.

Die Marktgemeinde hat im Jahr 1970 beschlossen, die Genossenschaftswege zur Verwaltung und Betreuung zu übernehmen und die Weganlagen in einem befahrbaren Zustand zu halten

Da es sich bei der Mautstraße um „kein im Gemeindeeigentum befindliches Vermögen“ handelt, können Katastrophen-Fondsmittel nicht angesprochen werden.

Hochwasserschutz: Das Großprojekt in der Gemeinde betrifft weite Teile und soll in den kommenden 10 bis 15 Jahren realisiert werden (20 Millionen Euro)

Die Notmaßnahmen betreffen den Treffner Bach, an zwei Stellen sind Dämme gebrochen. Nun wird eine Steinschlichtung angebracht. Die Finanzierung erfolgt zu je einem Drittel auf Bund, Land und Wasserverbund.

Autor:

Alexandra Wrann aus Villach

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